Ist es möglich, sein Studium voranzutreiben und trotzdem Spaß in der großen, weiten Welt zu haben? Florian Simmendinger bejaht diese Frage ausdrücklich, und er muss es wissen, denn er ist in seinem Studium schon weit in der Welt herumgekommen. Der 24-Jährige aus Killer studiert an der Hochschule Albstadt/Sigmaringen Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Marketing. Schon 2010 hatte er sich um eines der wenigen Austauschstipendien an die mexikanische Universität von Monterrey beworben, und tatsächlich durfte er vier Monate lang an der riesigen, erstklassigen Universität im Norden Mexikos Seminare, Kurs und Vorlesungen besuchen.

Doch die Welt auf dem riesigen Universitätscampus hat nichts mit dem realen Mexiko zu tun, wie Simmendinger erzählt. Um die Kultur Lateinamerikas genauer kennen zu lernen, ist Simmendinger nach Abschluss der Prüfungen noch zwei Wochen mit dem Rucksack durch das Land gezogen. Zurück an der Hochschule hat er sofort begonnen, Chinesisch zu lernen, um dann 2011 ein Praktikum in Shanghai und Hongkong zu machen.

In diesem Sommer dann hat sich Florian Simmendinger mit vielen anderen Studenten aus ganz Europa im Rahmen einer Erasmus- Förderung des Europäischen Parlaments in Finnland getroffen. An der Vasa-University hat sich der 24-Jährige darüber ausgetauscht, wie kulturelle Kompetenzen sich im wirtschaftlichen Kontext auswirken.

„Meine Auslandserfahrungen gehören zu den aufregendsten und lehrreichsten Erinnerungen meines Lebens“, sagt Simmendinger. Und weil er weiß, dass viele Studenten aus verschiedenen Gründen auf diese einmaligen Erfahrungen verzichten, hat er einen Ratgeber geschrieben, wie sich Auslandsaufenthalte während des Studiums realisieren lassen. Anders als die bisher erschienenen Ratgeber, die er als zwar gut recherchiert, aber sehr emotionslos empfindet, ist sein Buch mit dem Titel „Auslandssemester“ sehr viel inspirierter und mit persönlichen Anekdoten geschmückt.

Im ersten Teil seines Buches zerlegt er die Bedenken und Ausreden, die aufkommen, wenn man als Studierender über einen Aufenthalt im Ausland nachdenkt. Der zweite Teil ist ein praktischer Ratgeber, der sich mit wichtigen Dingen wie der Auslandskrankenversicherung, den Impfungen, dem Kontakt mit der Heimat, den Bewerbungen oder der Finanzierung auseinandersetzt.

Im dritten Teil zeigt Simmendinger, wie man Fehler im Ausland vermeidet, und warnt hier vor allem davor, sich in Gruppen mit anderen deutschen Studenten oder Praktikanten zusammenzuschließen. Dafür zeigt er Wege, wie man die andere Kultur besser kennen lernen kann. Der vierte Teil ist dem Wieder-daheim-Sein gewidmet. Florian Simmendinger hat gleich, als er wieder daheim war, ein Urlaubssemester genommen, um sein Buch zu schreiben.

Der Ratgeber wurde bei Amazon verlegt, ist aber auch als Online-Version erhältlich. Erstaunlicherweise, so erzählt Simmendinger, verkauft Amazon auf 20 gebundene Ausgaben nur eine Online-Ausgabe. Aber bei Amazon war das Buch schon einen Monat nach Erscheinen das am zweitmeisten verkaufte Sachbuch zum Thema Auslandsstudium. Der beinahe schon fertige Marketingexperte plant, in diesem Jahr sein Werk auch noch an verschiedenen Hochschulen vorzustellen.

Und außerdem soll es auch wieder ins Ausland gehen: Seine Abschlussarbeit will der Killermer in China machen. Dort wird er sein Wissen einsetzen, um einem Waisenhaus zu helfen, das Spendensammeln zu optimieren.

Info Bestellen lässt sich Florian Simmendingers Leitfaden „Auslandssemester: Conquer the world the easy way“ am besten über seine Homepage www.meinAuslandssemester.com.