RANDNOTIZ: Politik statt Bescherung

HARDY KROMER 07.12.2013

Eine Gemeinderatssitzung am 5. Dezember, ausgerechnet an dem Abend, an dem der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht in die Häuser kommen und die Kinder bescheren? Dem jungen Großvater Josef Pfister, Ortsvorsteher und Stadtrat von Killer, hat das nicht gefallen. Also ergriff er am Ende der Sitzung am Donnerstagabend keck das Wort und bat den Bürgermeister, diesen Termin doch künftig zu bedenken, wenn der Sitzungsplan aufgestellt wird.

Mal sehen, ob Opa Pfister Gehör findet. Erster Impuls im trauten Rathausrund war, dass kräftig gejuxt wurde. Bürgermeister Ebert konterte, man habe doch diesmal extra "schnell gemacht". Man schrieb 19.50 Uhr. Das ließ Josef Pfister nicht gelten. Jetzt seien die lieben Kleinen doch schon im Bett. Was der Schultes wiederum bezweifelte: Nein, die säßen jetzt vor dem I-Pad, das der Nikolaus gebracht habe. Heiterkeit!

Beigeordneter Berthold Wiesner wunderte sich derweil über die Burladinger Gepflogenheiten. Bei ihm daheim im Gammertinger komme der Nikolaus am Sechsten. Noch ein Tag also, am dem die Politik pausieren müsste.