Gauselfingen Rätselhaftes Fischsterben in der Fehla

MATTHIAS BADURA 28.10.2015
Auf eine vollkommen rätselhafte Weise verendeten 300 Fische in der Fehla: Das Wasser ist plötzlich auf 500 Meter nicht mehr da.

Die armen Tiere sind an der freien Luft erstickt, rund 150 Bachforellen und 150 Mühlkoppen musste die Gauselfinger Sportfischergemeinschaft tot einsammeln.

Rätselhaft bleibt vorerst, wohin das Bachwasser zwischen der Kläranlage und dem Wasserwerk des Zweckverbandes verschwunden ist. Fest steht nur, es muss äußerst schnell abgeflossen sein.

Es gab in der Fehla schon Fischsterben aus anderen Gründen - aber an einen derartigen Fall erinnert man sich in Gauselfingen nicht.

Ob es mit dem ungewöhnlich trockenen Jahr zusammenhängt? Warum führt die Fehla dann an anderen Stellen weiterhin ihr Wasser?

Der Chef der Sportfischergemeinschaft, Gerhard Kanz, erkundete das Ausmaß des Schadens gemeinsam mit Thorsten Bung, Sachgebietsleiter Bautechnik der Stadt Burladingen, und Heiko Engel, dem Betriebsleiter der Kläranlage, sowie Rolf Mathe vom Bauhof.

Doch die drei Experten waren zunächst allesamt ratlos. Man könne nur vermuten und dürfe zu diesem Zeitpunkt keinen Verdacht aussprechen, wer oder was die Ursache für das Verschwinden des Bachs sein könnte.

Für die Sportfischer ist der Verlust ganz besonders schlimm, feiern sie doch in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und können sagen, dass sie es waren, die die tote Fehla in mühevoller Arbeit und unter Einsatz von viel Geld in ein naturnahes, gesundes Gewässer verwandelt haben. Jetzt liegt ein Schatten auf dem Jubiläum.