Burladingen Sozialstation: Personal am Rande der Belastbarkeit

Die Geehrten von links: Vorstandsvorsitzender Jakob Nadler,  Helene Beuter, Barbara Frey, Michaela Dietrich,  Susanne Zimmermann, Josefa Steinhart, Priska Wenig und Pfarrer Konrad Bueb.
Die Geehrten von links: Vorstandsvorsitzender Jakob Nadler, Helene Beuter, Barbara Frey, Michaela Dietrich, Susanne Zimmermann, Josefa Steinhart, Priska Wenig und Pfarrer Konrad Bueb. © Foto: Leibold
Burladingen / Von Eugen Leibold 11.06.2018
Die Mitgliederversammlung der Sozialstation Burladingen offenbarte ein enorm hohes Arbeitspensum in der Einrichtung.

Am Beginn der Mitgliederversammlung standen Grußworte des Vorstandsvorsitzenden Jakob Nadler. Im Rahmen der Totenehrung teilte Nadler mit, dass die Zahl der Fördermitglieder jährlich, zumeist durch Tod, um über 50 Personen zurückgeht.

Danach folgte der Bericht von Geschäftsführer Bernd Flad. Er berichtete darüber, dass im Geschäftsjahr 2017 über 530 Patienten versorgt wurden. Diese waren größtenteils über 80 Jahre alt. Zur Betreuung dieser Patienten wurden vergangenes Jahr insgesamt 68 119 Hausbesuche gemacht. Dies bedeutet eine Steigerung von über 5000 Hausbesuchen in den letzten beiden Jahren.

Weitere Dienste wie Essen auf Rädern, Hausnotrufe oder die Veranstaltungen in der Seniorenstube wurden ebenfalls aufrecht erhalten.

Die Zahl der Fördermitglieder ist rückläufig. Waren es 1995 noch 2239 Mitglieder, waren es 2017 nur noch 1347. Da die Sozialstation jedoch dringend auf Fördermitglieder angewiesen ist, appellierte Flad an die Anwesenden, sich  im Bekanntenkreis um neue Mitglieder zu bemühen. Mit 20 Euro Jahresbeitrag könne jeder einzelne viel helfen. Nach weiteren Einblicken in die Arbeit der Sozialstation übergab der Geschäftsführer das Wort an die Pflegedienstleiterin Susanne Zimmermann. Diese informierte  über den Bereich Mitarbeiter. So teilte sie mit, dass ihre Zahl von 66 Personen 2016 auf 82 im vergangenen Jahr gestiegen ist. Die neu eingeführte Tagespflege werde sehr gut angenommen. Die im Moment verfügbaren zwölf Plätze seien besetzt.

Natürlich, so Susanne Zimmermann, werde das Personal in Fortbildungsmaßnahmen immer bestens geschult. Um den Angehörigen von Pflegebedürftigen die Pflege zu erleichtern, würden auch Pflegekurse angeboten. Dieses Angebot werde sehr gut angenommen. Am Ende ihres Berichtes teilte Zimmermann noch mit, dass laufend Verstärkungen für das Team gesucht würden.

Buchhalter Heinrich Ott gab dann Einblick in die finanzielle Situation der Sozialstation. So stiegen die Umsatzzahlen 2017 gegenüber 2016 von 1 177 137 Euro auf 1 336 711 Euro. Am Ende des Geschäftsjahrs 2017 konnte ein kleiner Gewinn von rund  15 000 Euro erzielt werden. Ohne Zuschüsse, Spenden und Fördermittel würde man allerdings rote Zahlen schreiben. Aus diesem Grund sei, wie bereits angesprochen, die Werbung von Fördermitgliedern unbedingt notwendig. Die Kassenprüfer Franz Dangel und Erwin Staiger attestierten Heinrich Ott eine tadellose Kassenführung und empfahlen seine Entlastung.

Vorstandsvorsitzender Jakob Nadler informierte anschließend darüber, dass im Berichtsjahr zehn  Vorstandsitzungen stattgefunden haben. Er selbst habe diverse Veranstaltungen wie Altennachmittage, Seniorennachmittage oder Versammlungen der Caritas besucht. Am Ende dankte er allen Mitgliedern, Spendern, der Stadt Burladingen und der Pfarrgemeinde St. Fidelis für ihre Unterstützung. Sehr besorgt zeigte sich Nadler angesichts der Mitarbeitersituation. Leider sei es sehr schwierig, neue zusätzliche Pflegekräfte zu finden. Aus diesem Grunde stehe man bei der Sozialstation in Burladingen am Rande des Machbaren. Das aktuelle Personal stehe wirklich am Rande der Belastbarkeit. Danach wurde der Vorstand auf Antrag von Friedemann Mutschler entlastet. Das nahm dieser natürlich zum Anlass, der Sozialstation für ihre Arbeit am Menschen zu danken.

Ehrungen für langjährige Treue

Mitarbeit Barbara Frey, Michaela Dietrich, Priska Wenig und Susanne Zimmermann bekamen für ihre zehnjährige Tätigkeit eine Ehrenurkunde des Caritasverbandes. Helene Beuter, Josefa Steinhart und Jakob Nadler wurden für 25-jährige Tätigkeit geehrt.

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