Bevor der Heimatverein Killer mit seinem Peitschenmuseum in die Jubiläumssaison starten kann, gibt es noch einiges zu tun. Museumsleiter Oliver Simmendinger hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, die Außenfassade zum 20. Jubiläum wieder auf Vordermann bringen zu lassen. Möglich macht dies unter anderem das Preisgeld, welches das Deutsche Peitschenmuseum im Zuge der Auszeichnung zum vorbildlichen Heimatmuseum im vergangenen November durch das Regierungspräsidium Tübingen erhalten hatte.

Vor Wochenfrist begannen deshalb die Malerarbeiten an der Außenfassade des Museums. Neben diversen Ausbesserungsarbeiten am Putz, am Holz und an den Verkleidungen erhält das Museum rundum einen neuen Anstrich. "Mehr" so Simmendinger, "könnte man natürlich immer machen, doch dafür fehlen im Moment noch die Mittel". Der Vereinschef ist jedoch zuversichtlich, diese im Laufe des Jahres aufzutreiben, um auch die Außenanlage und das Museum im Innern für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Vor allem das Dach der Cafeteria muss dringend geflickt werden, auch die ehemalige Verladerampe des Bahnhofes stört den sonst guten äußerlichen Eindruck des Gebäudes. "Letztlich", sagt Oliver Simmendinger, " kann jeder Besucher mithelfen, das Museum zu erhalten". Denn die Einnahmen aus dem Museumsbetrieb sind notwendig, um Versicherungen, Strom und Reparaturen zu finanzieren. In guten Jahren bleibe auch mal etwas übrig, um Rücklagen zu bilden, in der Regel gehe die Rechnung jedoch gerade so auf. Der Verein und sein Museum sind also auf Förderer und Sponsoren angewiesen, da mit der zunehmend alternden und kleiner werdenden Vereinsmannschaft keine großen Vereinsfeste mehr gestemmt werden können. Es bleibt also spannend, wie sich das Museum im Laufe des Jahres weiterentwickeln wird.

Neben den Arbeiten am Gebäude laufen die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr auf Hochtouren. Ein neuer Museums-Flyer wurde entworfen und durch die Beteiligung an einer Werbeaktion des Tourismusverbandes Schwäbische Alb an bis zu 1500 Busunternehmen verteilt. Diese Aktion soll helfen, das einzige Peitschenmuseum Deutschlands den Veranstaltern ins Bewusstsein zu rücken.

Diverse Programmpunkte für die anstehenden Öffnungstage sind noch in Planung, sollen aber erst nach Zusage der Akteure bekannt gegeben werden. Die Vorbereitung der Ausstellungsräume und der Cafeteria hat der Musemsleiter seiner Mutter Johanna Simmendinger übertragen, die mit einigen freiwilligen Helfern die Räumlichkeiten für die Besucher wieder auf Hochglanz gebracht hat.

Info Erstmals geöffnet ist das Deutsche Peitschenmuseum im alten Killermer Bahnhof am kommenden Sonntag, 5. Mai, ab 10.30 Uhr.