Killer Ovationen für Wilhelm Schuler

Wilhelm Schuler (links) erhielt von Sängergau-Präsident Michael Ashcroft die Chorleidernadel in Silber. Da applaudierte die Killertäler Sängerschar. Foto: Tanja Marquardt
Wilhelm Schuler (links) erhielt von Sängergau-Präsident Michael Ashcroft die Chorleidernadel in Silber. Da applaudierte die Killertäler Sängerschar. Foto: Tanja Marquardt
Killer / TANJA MARQUARDT 26.11.2013
Ein sehr bewegendes Konzert war am Sonntag in der Pfarrkirche von Killer zu erleben. Die "Stunde der Kirchenmusik" war Wilhelm Schuler gewidmet, der seit 40 Jahren den Gemischten Chor Starzeln leitet.

Michael Ashcroft sparte nicht mit Superlativen. Als der Präsident des Zollernalb-Sängergaus am Ende des Konzertes Wilhelm Schuler die Chorleiternadel in Silber verlieh, bat er die rund 150 Zuhörer mit außergewöhnlicher Verve, sich angesichts des "außergewöhnlichen Umfangs dieser Ehrung" von den Sitzen zu erheben. Eine Bitte, der das Publikum gerne nachkam, um dann mit Standing Ovations für den Chorleiter und Sänger nicht zu sparen.

Schon der Konzertauftakt hatte nicht nur den Sängerpräsidenten bewegt. Die rund 50 Mitwirkenden der drei Chöre zogen am späten Sonntagnachmittag singend und begleitet vom Bläserquartett zu "Laudate omnes gentes" von Jacques Berthier in die Killermer Pfarrkirche Mater Dolorosa ein. "Da läuft es einem eiskalt den Rücken herunter, ich bin völlig ergriffen", so urteilte Ashcroft über diesen gelungenen Auftakt. "Wie glücklich können wir uns schätzen, so ein Liedgut hören zu können."

Der Gemischte Chor Starzeln, dessen Chorleiter Wilhelm Schuler ohne Unterbrechung seit 40 Jahren ist, und der Männergesangverein Harmonie Killer, in dem Schuler seit 1967 mitsingt, sowie der Singkreis Starzeln und das herausragende Bläserquartettes der Orchestergemeinschaft Killer/Starzeln (Gerhard Bitzer, Holger Eger, Mathias Schuler und Alexander Unmut) bestritten in den zwei Stunden Kirchenmusikkonzert das anspruchsvolle Programm abwechselnd.

Zum Vortrag kamen Chorsätze unter anderem von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Pappert, Hugo Herrmann, Heinrich Schütz, César Franck, und Friedrich Silcher.

Detlef Ahlfänger trat in "Requiem" von H. J. Dahmen als Solist auf - am E-Piano begleitet vom Dirigenten Alfred Schäfer -, und Sopranistin Verena Göbel glänzte solistisch als Frau im Männergesangverein bei "Panis angelicus" und "Nachtgebet" von Mathieu Neumann.

In das doch eher novemberlich getragene Konzert kam junger Schwung mit dem Auftritt der jugendlichen Sängerinnen des Singkreis Starzeln, die Literatur von Hanne Haller oder Doreen Rao, am E-Piano begleitet von Leonie Schuler, vortrugen.

Der Jubilar Wilhelm Schuler wurde von seinem Chor nicht nur mit diesem außergewöhnlichen Konzert gewürdigt. Als Dank für seine Arbeit ernannten ihn die Starzelner Sänger um Hans Gosolitsch sogar zum Ehrendirigenten.