Stetten Ortschaftsrat will mehr Information zur Antenne

Stetten / Rainer Eule 03.10.2018
Der Mobilfunk im Dorf soll verbessert werden. Die Suche nach einem Antennen-Standort hat begonnen.

Erfreuliche Botschaften hören die Stettener Bürger aus dem Ortschaftsrat, die Deutsche Telekom will ihr Mobilfunknetz ausbauen und die Nutzung verbessern.

Allerdings benötigt sie dafür einen Standort für eine entsprechende Station. Grundsätzlich begrüßte der Ortschaftsrat das Vorhaben. Allerdings will er vorher konkret wissen, was da gebaut oder installiert werden soll.

Dass Stetten mit Mobilfunk nicht optimal versorgt ist, ist altbekannt. Das soll sich nun ändern, und dazu bietet die Telekom der Ortschaft an, ihre Interessen mit in das Verfahren einzubringen. So weit, so gut, allerdings setzt die Telekom dafür sehr knappe Termine und will keine öffentliche Behandlung ihrer Daten.

Am liebsten wäre dem Unternehmen ein innerörtliches Gebäude, das im Besitz der Stadt steht und auf dem eventuell auch ein Mast errichtet werden könnte. Die Telekom hat einen Radius ermittelt, in dem die Station liegen sollte, weitere Daten lagen dem Ortschaftsrat zur Sitzung aber nicht vor, und das war den Räten doch zu wenig.

Ortsvorsteher Hans Locher könnte sich eine Antenne auf dem Dach des Rathauses vorstellen, andere Ortschaftsräte brachten den Bereich der Festhalle ins Spiel, aber ohne weitere Informationen erübrigten sich weitere Diskussionen. Letztlich wurde der Ortsvorsteher beauftragt, die beiden Standorte vorzuschlagen. Auch soll zur nächsten Ort­schaftsratssitzung ein Vertreter der Telekom das Vorhaben detailliert vorstelllen – so wünscht es sich jedenfalls das Gremium.

Nicht jeder ist einverstanden

Zum Thema Hochwasserschutz berichtete der Ortsvorsteher, dass die Bäume im Bereich der Brücke Hörschwager Straße entsprechend den Vorgaben der Unteren Wasserbehörde gefällt wurden. Die Beanstandungen aus der Gewässerschau seien somit, soweit es die Stadt betrifft, erledigt.

Allerdings trafen diese Maßnahmen nicht bei jedermann auf Verständnis. Ein Grundstückseigentümer war nicht bereit, die Rodung des „nicht artgerechten Bewuchses“ zuzulassen. Ortsvorsteher Locher will die Angelegenheit an das Landratsamt weiterleiten.

Daneben wurde eine im Lauf der Zeit angeschwemmte Sandbank aus der Lauchert entfernt. Vielleicht so eine Stimme aus dem Ortschaftrat, sollte man damit „bachaufwärts weitermachen“. Und auch sonst „geht“ in Stetten etwas: Auf dem Friedhof werden diese Woche die Urnenstelen gesetzt, und die Bauarbeiten in der Burladinger Straße zur Beseitigung des Oberflächenwassers haben begonnen.

Eine letzte Bekanntgabe des Ortsvorstehers führte zu leichtem Schmunzeln im Stettener Gremium. Ende Oktober soll zusammen mit dem Albverein im Bereich Hinter Burghalde ein Pflegeeinsatz stattfinden, um dort den Charakter einer Wachholderheide wieder herzustellen. Denn so war zu hören, die Wachholderpflanzen seien durch die Beweidung mit Ziegen zwischenzeitlich abgefressen.

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Lastwagenfuhren brauchte es bei einem der jüngeren Einsätze, um eine Sandbank in der Stettener Lauchert abzutragen. Weitere Einsätze sind zumindest angedacht.

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