Burladingen Mustapha Jabbi gefällt es bei Barth

Burladingen / Eugen Leibold 13.10.2018

Die Logistikgruppe Barth erhielt Besuch von der Schulleitung der Alice­-Salomon-Schule Hechingen. Die Schule hatte den jungen Gambier Mustapha Jabbi als Auszubildenden an das Burladinger Unternehmen vermittelt. Nun wollten Schulleiter Karl-Heinz Rauch, seine Stellvertreterin Leonie Schneider-Loye und Kümmerer Eberhard Fuchs sich vor Ort informieren, welche Fortschritte Mustapha Jabbi macht, was an positiven Erfahrungen vorliegt, aber auch, ob es Schwachstellen gibt.

Von der Firma Barth nahmen Geschäftsführer Berthold Barth, die Ausbildungsleiterin Christine Henkel sowie der Lehrling Mustapha Jabbi teil.

Wie Berthold Barth dem Besuchern darlegte, bietet das Familienunternehmen seit seiner Gründung nach dem Krieg unterschiedslos allen Menschen eine Ausbildung an – wenn sie denn interessiert sind.

Die Ausbildungsangebote, so Berthold Barth, seien für das Unternehmen sehr wichtig da es immer schwieriger werde, Fachkräfte zu finden. Derzeit bildet die Logistikgruppe rund 80 Personen aus.

Lagerist im zweite Lehrjahr

Großen Wert legt das Unternehmen darauf, dass sich die  Berufsanfänger mit ihrem Beruf identifizieren. Aus diesem Grunde bietet das Unternehmen im Vorfeld und für die Berufswahl  Praktika an. Über ein solches Praktikum kam Mustapha Jabbi zum Unternehmen. Nun absolviert er dort  eine zweijährige Ausbildung zum Fachlagerist.

Das erste Jahr hat er bereits hinter sich. Erfreulicherweise, so Berthold Barth, spreche Mustapha Jabbi sehr gut deutsch, zudem habe er ein gutes Verhältnis zu seinen Kollegen. Wie der Geschäftsführer meinte, bereue er es keine Minute, den jungen Mann eingestellt zu haben.

Während seiner bisherigen Zeit bei Barth gab es nur einmal Probleme. Dafür gibt Berthold Barth aber nur der Regierung die schuld: Trotz seiner Deutschkenntnisse und vor dem Hintergrund, einen Ausbildungsplatz zu haben, drohte Mustapha Jabbi die Abschiebung. Nach mehreren Telefonaten Berthold Barths mit diversen Ämtern war dieses Problem nach rund zehn Tagen erledigt. Der Gambier bekam eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, die zwei Jahre über seinen Lehrabschluss hinaus reicht.

Mustapha Jabbi selbst sagte bei dem Treffen, dass er sich überaus wohl fühle und gerne bei der Spedition Barth arbeitet.Es freue ihn, wenn er den neuen Auszubildenden in seinem Beruf jetzt schon mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Etwas schwieriger, so Mustapha Jabbi, sei es in der Schule. Hier habe er trotz seiner guten Deutschkenntnisse doch ab und zu Probleme mit Fachausdrücken oder mit der Formulierung von Sätzen. Na, das sei teils auch bei deutschen Schülern so, lächelten die Vertreter der Alice-Salomon-Schule dazu.

Übernahme steht in Aussicht

Wie Berthold Barth weiter sagte, habe er vor, Mustapha Jabbi nach der Ausbildung in den Betrieb zu übernehmen und ihm eine Weiterbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik anzubieten. Daran, dass er die Prüfungen besteht, habe er keinen Zweifel, so Barth.

Karl-Heinz Rauch und seine Leute bedankten sich abschließend bei Berthold Barth für seinen Mut, einem Menschen mit Integrationshindernis und Migrationshintergrund einen Ausbildungsvertrag zu geben.

Mittlerweile setze sich dieser Trend erfreulicherweise immer weiter fort. Dadurch habe die Alice-Salomon-Schule die Möglichkeit über die Sparte Berufliche Schule eine Vollausbildung in den Bereichen Altenpflege oder Gastronomie anzubieten.

Eine breite Palette von Berufen

Ausbildung Die Logistikgruppe Barth bietet für junge Menschen beiderlei Geschlechts eine breite Palette von Berufsausbildungen an, darunter Berufskraftfahrer, Fachlagerist, Fachkraft für Lagerlogistik, Kfz-Mechatroniker, Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen, Fachinformatiker, Bachelor of Arts BWL-Spedition, Transport und Logistik, Bachelor of Arts BWL-Personalmanagement oder Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik. Weitere Infos zum Unternehmen und zur Berufsausbildung unter. www.barth.eu/karriere/ausbildung.

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