Ringingen Markthockete wieder ein voller Erfolg

Der „Bombolesstand“ gehört zum „Märkt“ einfach dazu. Hier konnte man auch Eis bekommen.
Der „Bombolesstand“ gehört zum „Märkt“ einfach dazu. Hier konnte man auch Eis bekommen. © Foto: Matthias Badura
Ringingen / Matthias Badura 06.06.2018
Es war wieder mal toll auf der Ringinger Markthockete: gute Bewirtung, ein bunter Krämermarkt und Musik vom Allerfeinsten.

Was gibt es von der Ringinger Markthockete zu berichten? Nix Neues! Morgens hatte es ja fast – aber nur fast – so ausgesehen, als käme dieses Mal alles ein bisschen anders, da erblickte man noch kaum Marktbesucher, eigentlich gar keine, sah nur drei Leute vor ihrem Bier an den weit verteilten Tischen hocken. Und bloß hin und wieder strich ein Radler von der Tour de Burladingen vorbei. Tote Hose! Zu viele Veranstaltungen? Dieses Mal kein Heidenandrang? Eine halbe Stunde später sah’s noch genauso aus. Schlagzeile perfekt: „Ringinger Markthockete eingebrochen!“

Aber noch eine halbe Stunde später änderte sich das Bild schlagartig: Es wuselte auf dem Platz zwischen Schule, Rathaus und Getränkescheuer. Und wer gemeint hatte, nach dem Mittagessen nehme der Andrang wieder ab, sah sich ebenfalls getäuscht. Die Zahl der Besucher nahm immer noch zu.

Was gibt es also von der Ringinger Markthockete zu berichten? Das Übliche: Voller Erfolg, volle Hütte. Gefreut haben dürfte das auch die 16 Standhalter, die Hosen, Hüte, Bürsten, Krauthobel oder Bonbons an den Mann und die Frau brachten.

Doch eins noch! Der Samstag. Der verdient besondere Erwähnung. Der Festauftakt war besucht, wie man das gewohnt ist. Ordentlich. Wären alle die draußen saßen oder am Weizenbierbrunnen standen, hereingekommen, wäre das Zelt knallvoll gewesen. So verteilte sich das Geschehen etwas. Auch das nix Besonderes.

Beachtlich war aber, was vorne musikalisch geboten wurde: Stimmungs-, Blas-, und Unterhaltungsmusik vom Feinsten nämlich. Angekündigt waren die dorf­eigenen „Wirtshaussinger“, dreingemischt hatten sich aber augenscheinlich noch Aktivisten des Musikvereins und der Lumpenkapelle. „Älles oigene!“ Die spielten, dass einem das Herz aufgehen konnte.

Vor gut 40 Jahren war es noch durchaus üblich, dass Musikanten aus dem Dorf zur Fasnet und zu allen möglichen Gelegenheiten auftraten. Die Bands und Alleinunterhalter haben diese Mannschaften dann in den 70er-Jahren überholt. Teils zu recht, denn die hatten’s (vielfach) einfach besser drauf.

Aber unüberhörbar hat die Jugendmusikschule, hat das ganze Niveau der Musikkultur der Stadt Burladingen, das man hin und wieder auch als überkandidelt schilt, ihren Niederschlag gefunden. Da setzen sich ein paar Musiker kurz zusammen, besprechen, was sie spielen wollen – und legen dann so einen Auftritt hin! Toll war’s!

Allerdings kann man das auch von „Wonderbrass“ sagen, die am Sonntag die Gäste im Festzelt unterhielten.

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Marktstände säumten die Straße in der Ringinger Ortsmitte. Die Händler boten den zahlreichen Festbesuchern Hüte, Bürsten, Krauthobel, Bonbons und viele andere Waren mehr feil.

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