Der Jubiläumsabend wurde vom Doppelquartett unter Leitung von Dirigentin Bärbel Haarmann-Thiemann mit dem Liedvortrag "Wo Musik erklingt" eröffnet. Vereinschef Alexander Schaffran freute sich über die vielen Besucher in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stettener Festhalle.

Schaffran rief in einem historischen Streifzug in Erinnerung, dass in Stetten bereits 1823 ein bis heute erfolgreicher Musikverein gegründet wurde. Aus den Kirchenakten gehe hervor, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweislich schon Kirchensänger aktiv waren. Der örtliche Gesangverein "Frohsinn", der Vorläufer des heutigen Doppelquartettes, müsse gleichfalls in diesem Zeitraum gegründet worden sein. 1964 erfolgte dann die Gründung des Doppelquartetts, dessen 50-jähriges Bestehen jetzt - wegen des Hochwasserschadens an der Halle - mit einem Jahr Verspätung gefeiert wurde.

In origineller Verkleidung sang der Gastgeberchor "Wo man frohe Lieder singt", bevor Ortsvorsteher Hans Locher aus Stetten, auch im Namen seines Kollegen Christian Heinzelmann aus Hörschwag, betonte, das Doppelquartett sei aus der Gemeinschaft der beiden Dörfer nichgt mehr wegzudenken.

Der Pressereferent des Chorverbandes Zollernalb, Dieter Dürrschnabel, überbrachte die Grüße des Präsidenten Michael Ashcroft und dessen Stellvertreters Walter Heilig. Es folgte der Auftritt der, so Schaffran, großen Schwester des Doppelquartetts, des Stettener Kirchenchors St. Sylvester. Für den herrlich lustigen Vortrag "Ein Likörchen, ein Likörchen für das Kirchenchörchen" ernteten die Sänger stürmischen Applaus. Alexander Schaffran ließ sich nicht zweimal bitten und schenkte jedem Sänger des Kirchenchors ein Gläschen ein.

Nach den Ehrungen (über die wir noch berichten werden) begann der Höhepunkt des Abends. Den Sängerwettstreit von sieben örtlichen Gruppen eröffnete der Stettener Narrenverein Rauchkatzen mit dem Oldie "Marmor, Stein und Eisen bricht". Der Stettener Ortschaftsrat gab das "Stettener Heimatlied" zum Besten. Die Chorgemeinschaft Narrenverein/Feuerwehr Hörschwag trug sehr heiter "Ich ging einmal spazieren" vor. Gelächter pur!

Tosenden Beifall erntete auch der Stettener Jugendclub für seine Interpretation von "Zehn kleine Jägermeister". Die Lumpenkapelle Stetten lieferte den Hammer des Abends ab. Das Publikum rastete bei "Fürstenfeld" fast aus. Den größten Chor des Abends stellte der Musikverein Stetten-Hörschwag. Die Musiker sangen "Wo ist die Welt so groß und weit". Die Feuerwehr Stetten beendete den herrlich anzuhörenden Sängerwettstreit mit "Kamerad sein in der Feuerwehr".

Jurysprecher Dieter Dürrschnabel verkündete nach längerer Beratung das Ergebnis: Sieger des Wettstreits ist die Lumpenkapelle Stetten, die sich über 30 Liter Bier freuen und ihren Siegerson noch einmal vortragen durfte. Platz zwei - 20 Liter Bier - ging an das Hörschwager Team aus Narrenverein und Feuerwehr, Platz drei - zehn Liter Bier - an den Musikverein.