Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in Balingen und Albstadt folgten einer Einladung der Barth-Logistikgruppe, um sich am Standort und Hauptsitz Burladingen über die Berufe in der Transport- und Logistikbranche zu informieren. Wie viele andere ringt auch diese Branche um Auszubildende und junge Talente. Dabei bemüht sie sich, den möglichen Bewerbern aufzuzeigen, wie vielfältig die Perspektiven und Möglichkeiten sind, die der Wirtschaftszweig zu bieten hat.

Logistik ist alles andere als langweilig. Die globale arbeitsteilige Wirtschaft umfasst gerade auch in der süddeutschen Region eine Vielzahl von miteinander verwobenen, teils komplexen Abläufen. Sie müssen täglich neu organisiert werden, damit Qualität und Zuverlässigkeit gewährleistet sind.

Die Berufsberater wurden von dem Niederlassungsleiter und Prokuristen Manuel Scheu begrüßt. Scheu stellte den Gästen das Unternehmen mit seinem umfangreiche Dienstleistungsangebot vor. Die Ausbildungsleiter Christine Henkel und Michael Pfister informierten über die einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten und stellten die verschiedenen Berufe mit ihren Zugangsvoraussetzungen vor.

Neben dem bekanntesten Berufsbild Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung und den dualen Studiengängen (BWL-Spedition, Transport und Logistik, BWL-Personalmanagment sowie Wirtschaftsinformatik) bietet das Unternehmen jungen Frauen und Männern eine qualifizierte Ausbildung als Fachinformatiker an, als Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik oder als Mechatroniker.

Oftmals unterschätzt wird die Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Zwar ist die Barth-Logistikgruppe, wie die Berufsberaterinnen bestätigten, als „Vier-Sterne-Ausbildungsbetrieb“ bekannt, der Beruf selber, gaben sie zu, sei aber weiterhin mit einem Negativ-Image behaftet.

Ausbildungsleiter Michael Pfister machte deutlich, dass Barth-Berufskraftfahrer eine hochwertige Transportdienstleistung erbringen. Sie seien „Aushängeschilder des Unternehmens“ und würden in der täglichen Zusammenarbeit mit den Kunden deren Wertschätzung einerseits erleben, andererseits sichern.

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang die Vereinbarkeit von Privatleben und Fahrertätigkeit. Den gehetzten Chauffeur, der durch ganz Europa jagt und nur alle paar Monate sein Zuhause sieht, gebe es bei Barth nicht, so Pfister. „Die Fahrer in den Verteiler- und Distributionsverkehren kommen täglich von ihren Touren an den Standort zurück. Wer sich für das Europageschäft interessiert, kann zwischen Zwei- und Drei-Tagestouren wählen.“ Auch die Möglichkeit, im Nachteinsatz regelmäßige Touren zu fahren, gebe es.

Eine weiteres Angebot bei Barth sind Kombiberufe, die in vier Jahren die Ausbildung zum Fachlagerist und zum Berufskraftfahrer umschließen. Oder bei der sich – in drei Jahren – der Ausbildung zum Fachlageristen die des Lagerlogistikers anschließt.

Die Berater waren beeindruckt. Umgekehrt stellten sie dann den Barth-Mitarbeitern Programme vor, die es ungelernten Arbeitskräften, Quer- und Späteinsteigern ermöglichen, eine entsprechende Qualifikation zu erwerben und dann doch noch eine Berufsausbildung zu absolvieren.

Wie die Besucher aus Balingen und Albstadt abschließend meinten, sei es natürlich zunächst wichtig, Berufe theoretisch zu kennen und Bewerbern oder Suchenden allgemein erklären zu können. Doch in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben vermittle sich eben doch ein authentischeres, detaillierteres Bild – das dann in die Beratung einfließen könne.

Zugleich, so die Berater, hätten die Ausbilder von Barth gezeigt, „dass sie sich mit Herzblut und Engagement dafür einsetzen, jungen Menschen spannende und hochqualifizierte Berufe in der Logistikbranche zu ermöglichen“.

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Lehrlinge und Studenten bildet die Barth-Logistikgruppe derzeit in den verschiedenen Standorten ihres Unternehmens aus.