Killer Loch in der Straße ärgert Josef Pfister

Diese nicht abgeschlossene Kleinbaustelle der Telekom auf der Fahrbahn der B 32 in Killer steht seit Monaten offen. Das ärgert Ortsvorsteher Pfister insbesondere deshalb, weil er von niemandem Auskunft darüber bekommt, wann sie endlich zugemacht wird.
Diese nicht abgeschlossene Kleinbaustelle der Telekom auf der Fahrbahn der B 32 in Killer steht seit Monaten offen. Das ärgert Ortsvorsteher Pfister insbesondere deshalb, weil er von niemandem Auskunft darüber bekommt, wann sie endlich zugemacht wird. © Foto: Badura
Killer / Matthias Badura 29.06.2018
Gemacht hat’s wohl die Telekom. Weitere Nachforschungen des Killermer Ortsvorstehers laufen ins Leere.

Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto; dann stopf es, oh Henry, oh Henry – lautet der Ulk-Text eines älteren Schlagers. In Killer ist auch so eine Art Loch, aber nicht im Eimer, sondern in der Straße, der Bundesstraße, um genau zu sein. Ausgehoben – oder ausgeschachtet – hat es die Telekom zu Beginn des Frühjahrs. Dass die sanierte, eben erst neu geteerte B 32 wieder aufgerissen wurde, ärgerte Ortsvorsteher Josef Pfister schon gewaltig.

Fast mehr noch ärgert ihn freilich, dass die Stelle seither ohne Teerabschluss offen daliegt und sich nichts rührt, was darauf hindeutet, wann und ob sie wieder zugemacht wird.

Wie es sich damit verhalte, wollte Pfister – einmal mehr – in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates wissen. Der Winter stehe schließlich vor der Tür, bei dem Arbeitstempo könnte es durchaus passieren, dass die von der Telekom beauftragten Bauarbeiter vom Schneetreiben überrascht werden. Auch an Weihnachten müsse man denken, ätzte der Ortsvorsteher.

Auskunft konnte ihm die Stadtverwaltung nicht geben. Die hat mit der Baustelle nichts zu tun, da es sich um eine Bundesstraße handelt, um die sich das Regierungspräsidium zu kümmern hat. Auch andere Nachforschungen Pfisters, zumal aber seine Anfragen bei der Telekom, liefen, wie er sagt, ins Leere. Man erhalte keine Auskunft. Genauso wie ihm als Ortsvorsteher die Baustelle nicht angekündigt wurde, habe man auch keine Ahnung, was dort eigentlich im Argen lag – und wie es weitergeht.

So passt es für den Ortsvorsteher ins Bild, wenn die neu errichtete Fehlabrücke in Burladingen noch unvollendet daliegt, weil auch hier Arbeiten der Telekom ausstehen. Solange die nicht erledigt sind, kann der Feinbelag nicht aufgetragen werden. Dieser Auffassung widerspricht allerdings Berthold Wiesner, der Erste Beigeordnete der Stadt. Wie er gegenüber der HZ sagte, stünden zwar tatsächlich noch Arbeiten der Telekom aus und tatsächlich müsse der Feinbelag bis dahin warten, doch sei das Unternehmen nicht im zeitlichen Verzug. Es werde seine Arbeit an der Brücke wohl in zwei, drei Wochen erledigt haben. Es sei anderen Firmen anzulasten, so Wiesner, wenn der Zeitplan an der Fehlaüberquerung heillos in Verzug geraten sei. Ursprünglich hatte man geplant, die Maßnahme im Dezember vergangenen Jahres abschließen zu können.

Zurück zu Josef Pfister, der in seiner jüngsten Ortschaftsratssitzung noch weitere Klage zu führen hatte. So wurde am Bürgerhaus mit einem Fußball eine Scheibe eingeschossen. Und auch am Spielplatz vor dem Rathaus kickt die Jugend eifrig und kommt es zu Beschädigungen. Auf beiden Plätzen soll das Fußballen deshalb künftig verboten sein. „Dafür haben wir ja extra einen Bolzplatz“, meint Pfister.

Nun hatte der Bolzplatz bei der alten Mühle für die Kicker – und nicht nur für sie – bislang den Schönheitsfehler von haufenweise Hunde-Haufen, die dort herum liegen. Wie Pfister in der Sitzung mitteilte, habe man diesbezüglich aber jetzt Abhilfe geschaffen. Dieser Tage wurde eine Hundetoilette aufgestellt. Abhilfe? Natürlich müssten der Kasten und die Tüten auch benutzt werden. Der Ortsvorsteher hofft hier auf die Einsicht der Hundebesitzer. Was das „Loch“ in der B 32 angeht, will der Dorfchef weiter dran bleiben. Ehe alles „im Eimer“ ist. Und man es noch mit „Stroh“ stopfen muss. So wie in dem Lied.

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Sommer und Bauabschnitte dauerte es, bis die B 32 in Killer im Jahr 2016 saniert und der neue Radweg hergestellt war. Auch Leitungen und Rohre wurden saniert.

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