Hechingen/Burladingen Kindergarten-Brand: Fünf Jahre und sechs Monate für Angeklagten

Der Brand am 10. März zerstörte den Burladinger Fideliskindergarten nahezu vollständig.
Der Brand am 10. März zerstörte den Burladinger Fideliskindergarten nahezu vollständig. © Foto: Matthias Badura
Natascha Kübler 13.11.2017

Fünf Jahre und sechs Monate muss der 27-Jährige, der für den Brand im Burladinger Fideliskindergarten verantwortlich ist, ins Gefängnis. Zwei weitere Angeklagte, die gemeinsam mit dem 27-Jährigen wegen einer Einbruchsserie in Kindergärten und Schulen vor Gericht standen, bekamen vier Jahre und zwei Monate Haftstrafe sowie zwei Jahre auf Bewährung. So lautete am Montag das Urteil von Richter Dr. Hannes Breucker. Damit ist der Prozess beendet.

Die Straftaten der Gruppe wurden vor Gericht als die einer Bande gewertet. Auch die Rolle der 39-Jährigen, die mit einer Bewährungsstrafe davonkam, wurde als die einer Mittäterin und nicht nur einer Beihelferin eingestuft. Ihre Schuld sei jedoch geringer zu bewerten als die der beiden Männer. Zudem habe die Angeklagte gezeigt, dass sie ihre Lektion in der Untersuchungshaft bereits gelernt hätte, so Breucker in seiner Urteilsbegründung.

In Bezug auf die Brandstiftung des 27-Jährigen meinte der Richter, der Angeklagte habe fahrlässig und unverantwortlich gehandelt. Der Angeklagte werde sein Leben lang an der Schuld zu knabbern haben, so die Meinung des Richters. Unverständlich sei dem Gericht, dass selbst der Brand die Bande nicht zum Aufhören bewegt habe. „Sie haben bis zur Ergreifung alles falsch gemacht und danach haben sie dann mit anwaltlichem Rat alles richtig gemacht“, meinte Breucker. So hatten die drei Angeklagten im Prozess umfassende Geständnisse abgelegt und Reue gezeigt. Der 27-Jährige hatte dem Burladinger Kindergarten zudem einen Entschuldigungsbrief geschrieben.