Ringingen / Matthias Badura Ortsvorsteher Markus Weiß wendet sich an Bürgermeister Ebert. Der sagt vor Ort Untersützung zu.

Bürgermeister Harry Ebert kam am Donnerstag auf Drängen von Ortsvorsteher Markus Weiß nach Ringingen, um sich die umstrittene Engstelle im Neuen Weg anzusehen.

Der Ortsvorsteher hatte einen Rollator mitgebracht und demonstrierte dem Stadtoberhaupt, dass die Gehwegbreite weder für eine solche Gehilfe noch für einen Rollstuhl oder Kinderwagen ausreichend ist. Selbst Fußgänger müssen sich leicht beiseite drehen, wenn sie beim Vorbeilaufen nicht die Mauerecke streifen wollen – was der Grund dafür ist, dass auch nachts viele Passanten nicht den Bürgersteig benutzen sondern auf der Straße laufen.

Wie die HZ berichtete, wird das Haus an der Engstelle abgerissen und es ergeben sich dadurch Möglichkeiten für eine Neugestaltung – zumal die Besitzer bereit sind, einen Teil ihrer Fläche an der Straße abzutreten. Sie selbst waren mit dem Vorschlag schon vor Monaten auf die Stadtverwaltung zugegangen, hatten aber keine Rückmeldung erhalten.

Zwar hält das Straßenbauamt den gesamten Ausbau der Engstelle nicht für sinnvoll, es befürwortet aber eine Verbreiterung des Gehweges. Eine Hundertprozentige Sicherheit sei dadurch nicht gegeben, aber doch eine erhebliche Verbesserung, hatte es geheißen.

Der Ringinger Ortschaftsrat nahm diesen Vorschlag kürzlich auf und leitete ihn als Beschluss an den Gemeinderat weiter. Der lehnte ihn indessen in seiner vergangenen Sitzung ab. In den Augen der Teilgemeinde ein ungeheuerlicher Vorgang.

Der Bürgermeister stellte sich dagegen am Donnerstag hinter den Ortschaftsrat: „Ich kenne die Situation sehr gut.“ Er habe sich schon öfter gewundert, so Ebert, dass an der Stelle noch nie etwas passiert sei. „Wenn die einmalige Chance besteht, diese Gefahrenstelle zu beseitigen, muss die Gelegenheit beim Schopf gepackt werden.“

Der Bürgermeister versprach seine Unterstützung. Die Angelegenheit soll in der kommenden Sitzung des Gemeinderates nochmals besprochen werden. Die Stadtverwaltung werde zwischenzeitlich alles in die Wege leiten, damit der notwendige Grunderwerb getätigt werden könne, sicherte der Bürgermeister dem Ortsvorsteher zu. Warum Ebert das Ringinger Anliegen nicht schon am vorvergangenen Donnerstag unterstützt hat, erklärt sich wohl aus dem Umstand, dass er die nicht öffentliche Sitzung des Gemeinderates schon vor Schluss verlassen hat.