In den Acura-Kliniken in Truchtelfingen ermittelt die Polizei wegen „fahrlässiger Körperverletzung in mehreren Fällen“. Das bestätigt der erste Staatsanwalt Markus Engel auf  Anfrage. Es gehe, konkretisiert Markus Engel weiter, darum, dass Medikamente vertauscht worden seien. Hier gehe es zum aktuellen Stand der Ermittlungen um zwei Personen.

Die beiden Geschäftsführer der Albstädter Acura-Klinik, Elmar Willebrand und Chris Behrens, bedauern den Vorfall im Gespräch mit unserer Zeitung zutiefst. Man stehe seither selbstverständlich, so Elmar Willebrand, in engem Kontakt sowohl mit den Patienten als auch mit den Angehörigen.

Es habe, bestätigen beide, in der Tat „einen Anlass für einen Notfalleinsatz“ in der Acura gegeben. Noch in dieser Nacht, betont Elmar Willebrand, habe die Sache bereinigt werden können: „Den Patienten, sofern sie betroffen waren, geht es wieder gut“, sagt Willebrand. Ein älterer Patient befinde sich aktuell auf dem Weg der Besserung.

Die Klinikleitung, die sofort informiert worden sei, habe dann selbst ebenfalls auf der Stelle die Ermittlungsbehörden eingeschaltet. Dies, stellt Elmar Willebrand klar, sei vernünftig und in solch einem Fall auch absolut angebracht.

Untersuchungen laufen

Zu den näheren Umständen des Vorkommnisses, bei dem offenbar verwechselte Medikamente eine zentrale Rolle spielen., möchten sowohl Staatsanwalt Markus Engel als auch die Acura-Geschäftsführung aktuell nichts Näheres sagen, da die Ermittlungen in der Sache laufen und noch nicht abgeschlossen sind. Sobald nähere Einzelheiten mit Sicherheit bestätigt werden könnten, versprechen die Geschäftsführer, würden sie weiter über die Sache informieren.

Geschäftsführer Elmar Willebrand betont, dass die Acura-Kliniken größten Wert auf hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards legen. Man sei ständig in einem Prozess der Verbesserung und Optimierung. Das Personal werde gerade im Hinblick auf solche Aspekte geschult und im Arbeitsalltag sensibilisiert.

Schärfere Vorkehrungen

Dass es trotz dieser Sicherungsmechanismen zu einem solchen Fehler gekommen sei, unterstreichen die Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung, sei umso bedauerlicher. Elmar Willebrand: „Wir werde diesen Vorfall daher selbstverständlich zum Anlass nehmen, unsere Anstrengungen in den Bereichen der Sicherheit und Qualität noch mehr zu intensivieren.“ Das erklärte Ziel sei es nun, dass solche Fehler in Zukunft auf keinen Fall mehr vorkommen.