Gauselfingen / VERA BENDER  Uhr
Die Gauselfinger Hallensanierung wird um ein weiteres Jahr verschoben. Dem Schwimmbecken bringt das eine Galgenfrist bis zur Schließung 2017.

Eigentlich stand die Gauselfinger Hallensanierung für 2016 auf dem Programm. Eigentlich hätte sie sogar schon ein Jahr früher über die Bühne gehen sollen, wenn da nicht Stetten mit höherer Dringlichkeit an die Reihe gekommen wäre. Gauselfingen hätte also keine weiteren Mittel für den Haushalt 2016 angemeldet, da die energetische Aufwertung der Turn- und Festhalle irgendwo im Bereich von einer halben Million Euro liegen dürfte. Nun kommt es anders.

Ortsvorsteher Rudi Kanz übermittelte seinem Gremium am Montagabend den Vorschlag, noch ein Jahr länger auf die Sanierung zu warten, um die finanziellen Mittel der Stadt im nächsten Jahr nicht mit zwei parallelen Sanierungen zu belasten: Gauselfingen und Ringingen. Zwar handle es sich in Gauselfingen um die älteste Halle der Gesamtstadt, doch zugleich sei es auch diejenige, die noch am besten in Schuss ist, so Kanz. Außerdem gebe es zwei Vorteile: Das Schwimmbad in der ehemaligen Schule könnte noch ein weiteres Jahr geöffnet bleiben, und für die Heizung könne man eine bessere Konzeption erarbeiten, weil diese zugleich das benachbarte Schulgebäude mitversorgt, in das ab Januar der "Kindergarten der Zukunft" einziehen werde.

Fakt ist, dass die Lüftung des Schwimmbades eigentlich mit Kosten in Höhe von rund 40000 Euro erneuert werden müsste. Da unrentabel, wird man in diesem Fall aber das Bad schließen. Sehr zum Bedauern der Ortschaftsräte, die darauf allerdings keinen Einfluss haben. Also fiel der Beschluss ohne große Diskussion und einstimmig: Die Turn- und Festhalle soll erst im Jahr 2017 renoviert werden - in der Hauptsache mit energetischen Maßnahmen, welche das Erscheinungsbild wohl kaum verändern werden.

Also zieht Gauselfingen andere Maßnahmen vor. Mit oberster Priorität will man 2016 die Brunnenanlage und das Ortsbild um den Rathausplatz insgesamt verbessern. Laut Rudi Kanz handelt es sich in seinem Ort um einen "Wunderbrunnen". Dieser werde von einer Quelle zwischen Burladingen und Gauselfingen gespeist. Mal sprudelt der Brunnen, und dann sei das Wasser wieder versiegt, ohne dass sich der Wasserstand im Quelltopf verringert habe. Dies hat die Freiwillige Feuerwehr schon nachgeprüft und selbst keine Erklärung für das Ausbleiben des Wassers gefunden. Und dann, wie durch ein Wunder, sprudelt das Brünnlein beim Rathaus wieder. Mit 40000 Euro dürfte man den gesamten Platz verschönern können, rechnet das Gremium.

Als Zweites soll nun endlich das Rathausdach energetisch saniert werden. Dieses stand schon im vergangenen Jahr mit 60 000 Euro auf der Wunschliste. Und vielleicht kann man dann, auf Wunsch eines in der Sitzung anwesenden Bürgers, auch gleich noch die Rathausuhr richten, die Rudi Kanz scherzhaft auf "fünf vor zwölf" sieht. Doch die Zeiger stehen dauerhaft auf 12.42 Uhr. Dann möchten die Ortschaftsräte die Treppe zum Sonnenbühl mit relativ geringem finanziellem Aufwand erhalten und ausbessern. Und schließlich soll noch ein neues Spielgerät für den Spielplatz angeschafft werden. Die Duschen in der Halle müssten natürlich noch vor der Sanierung gerichtet werden, die ja nun auf 2017 terminiert ist.