Beinahe euphorisiert schritten die Grünen am Donnerstagabend zur Nominierung ihrer Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen in Burladingen. Und freuten sich über 20 Bewerberinnen und Bewerber (die HZ berichtete). Was sagen die aktuellen Bürgervertreter aus den Reihen der CDU und der Freien Wähler dazu? Die HZ fragte nach.

Rosi Steinberg, FWV, sagt vor allem „Glückwunsch“. Zugleich lobt sie das Engagement der „sehr rührigen Anhänger“ der Grünen, die bisher „im Untergrund geschlummert“ hätten. Auch deshalb, weil: „Die CDU und die Freien Wähler sind politisch nicht so weit voneinander weg – die Grünen schon.“ Sei’s drum: Dem Burladinger Gemeinderat werde es gut tun, „wenn’s ein bisschen bunter wird“.

Die Freie Wählerin geht davon aus, dass das Engagement der Grünen auch daher rührt, dass sie jetzt die Möglichkeit sehen „ihr politisches Denken nun endlich auch umsetzen zu können“. Das verspreche „frischen Wind“ – und

sei für den Gemeinderat „sehr positiv“.

Wie es bei ihren eigenen Mitstreitern aussieht? „Wir sind dran“, sagt Rosi Steinberg. Und: Auch wenn die Liste der Freien Wähler noch ein paar Kandidaten mehr vertragen könne, so hätten sie ihren „Stamm zusammen“, sehe es „nicht schlecht aus“.

Vor allem, weil „die, die wir jetzt haben, jene sind, die den Kopf nicht in den Sand stecken“. Wie sie selbst: „Wenn’s schwierig wird, am Ball bleiben“, lautet ihre Devise, womit klar ist: Rosi Steinberg tritt im Mai wieder an. „Ich bin eben eine Kämpfernatur“, erklärt sie – und lässt sich von den Schwierigkeiten des Gemeinderats mit Bürgermeister Harry Ebert nicht abschrecken.

Übrigens: Ende Februar wollen die Freien Wähler ihre Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren.

Die Christdemokraten wollen sich dafür „bis nach der Fasnet“ Zeit lassen, lässt Dörte Conradi, CDU, wissen. Aktuell sei ihre Partei „noch in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten“. Mehr wolle sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, auch nicht zu ihrer

eigenen Person. Ein paar Worte mehr, wenn auch eher allgemein gehalten, verliert die Stadträtin und CDU-Stadtverbandsvorsitzende zum Antreten der Grünen in Burladingen bei den Kommunalwahlen. Sie finde es gut, wenn sich Burladinger Bürgerinnen und Bürger für die kommunalpolitischen Belange ihrer Stadt interessieren – und dann auch für eine Kandidatur zur Verfügung stehen. „Das tut Burladingen gut“, sagt sie.