Stetten Fohlenweide oder Rathausdach

Wo könnte ein Funkmast in Stetten errichtet werden, was ist der günstigste Standort? Darum ging es in einem Gespräch des Ortschaftsrates mit einem Vertreter der Telekom, Frank-Peter Käßler (am Laptop oben rechts).
Wo könnte ein Funkmast in Stetten errichtet werden, was ist der günstigste Standort? Darum ging es in einem Gespräch des Ortschaftsrates mit einem Vertreter der Telekom, Frank-Peter Käßler (am Laptop oben rechts). © Foto: Eugen Leibold
Stetten / Von Eugen Leibold 05.12.2018

Der Schwerpunkt der jüngsten Sitzung des Stettener Ortschaftsrates lag auf der Frage, wo ein Mobilfunkmast im Dorf oder in Dorfnähe errichtet werden könnte? Schon vor der Oktobersitzung hatte die Telekom diesbezüglich angefragt. Dem Ort­schaftsrat erschien die Informationslage von Seiten des Unternehmens damals jedoch zu dürftig. Auf Einladung von Stettens Ortsvorsteher Hans Locher nahm nun Frank-Peter Käßler, Funknetzplanung und Ausbau der Telekom, an der jüngsten Sitzung des Gremiums am Dienstag teil.

Wie er zu Beginn seiner Ausführungen sagte, werde in Zukunft fast jedermann, jeder Betrieb und jedes Unternehmen vom Mobilfunk abhängig sein. Derzeit, so Käßler, besitze jeder Bürger durchschnittlich 1,7 Mobilfunkverträge. Diese Zahl werde sich in den nächsten Jahren auf vier bis fünf erhöhen. Daher sei es für die Telekom wichtig, in die Struktur des Mobilfunks zu investieren. Um bestehende Funklöcher zu schließen sei das Aufstellen neuer Mobilfunkmasten unumgänglich. Das gelte auch für Stetten, wenn man die bestmögliche Versorgung gewährleisten wolle.

Der neue Mast könnte auf einem Dach angebracht werden. Dann allerdings, schränkte Käßler ein, sei es fast unmöglich, anderen Anbietern – etwa Vodafon oder Telefonica – die Mitbenutzung zu ermöglichen. Diese Chance sei bei einem freistehenden Funkmasten eher gegeben.

Das vom Ortschaftsrat bevorzugte Rathaus ist dem Experten zufolge nicht geeignet, weil der Mast von dort aus nicht alle nötigen Gebiete abdecken könne. Dasselbe gelte für einen freistehenden Masten im Stettener Gewerbegebiet. Der Vorschlag des Ortschaftsrates, das Dach der Festhalle zu benutzen, wäre laut Käßler realisierbar. Doch blieben wiederum weitere Anbieter als Mitbenutzer ausgeschlossen. Ein anderer Vorschlag ging in Richtung der ehemaligen Fohlenweide in Richtung Hörschwag, wo üblicherweise das Sonnwendfeuer abgebrannt wird. Käßler zufolge böte sich hier vielleicht eine Gelegenheit. Er will nun die Standorte Festhalle und Fohlenweide von Experten seines Unternehmens vor Ort prüfen lassen.

Eine Anschlussfrage lautete, wie es mit der Strahlung aussehe? Darauf antwortete der Telekom-Mann, dass noch „keiner daran gestorben“ sei. Er zeigte eine Ansicht von München, wo alle 300 Meter ein Funkmast installiert ist.

Realisiert werden könnte das Projekt in Stetten im Jahr 2020. Bis dahin werden aber wohl noch mehrere Gespräche folgen.

Jahresrückblick in der Januarsitzung

Empfang Die nächste Sitzung des Gremiums findet am 21. Januar statt. Ortsvorsteher Hans Locher kündigte dazu seinen Jahresrückblick und einem kleinen Neujahrsempfang für geladene Gäste an.

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