Starzeln Flieger zeigen auch am Boden großes Geschick

Bei der Siegerehrung der Vereinsmeisterschaften (von links): Manfred Steingraber, Thomas Wittner, Josef Kather, Stefan Haug, Michael Eitrich, Norbert Hein, Ralf Hodler und Thomas Eger.
Bei der Siegerehrung der Vereinsmeisterschaften (von links): Manfred Steingraber, Thomas Wittner, Josef Kather, Stefan Haug, Michael Eitrich, Norbert Hein, Ralf Hodler und Thomas Eger. © Foto: Ulrich Randecker
Starzeln / ULRICH RANDECKER 16.09.2014
Der Ligapilot im Drachenfliegen, Michael Eitrich, ist neuer Vereinsmeister des DGFC Starzeln. Den zweiten Platz holte sich in einem unterhaltsamen Wettkampf Lokalmatador und Titelverteidiger Josef Kather.

Das Wetter versprach nicht die allerbesten Voraussetzungen, als sich die Killertäler Gleitschirm- und Drachenpiloten trafen, um ihren Vereinsmeister 2014 zu ermitteln.

Wie in jedem Jahr wurden von den Organisatoren, diesmal 2. Vorsitzender Thomas Eger und Kassierer Manfred Steingraber, mehrere Disziplinen und Durchgänge vorbereitet.

So startete man zunächst am Boden: Es galt, einen Rettungsfallschirm über eine Distanz von etwa 20 Meter gegen die Uhr und vor allem gegen den Wind zu schleppen. Sobald die Starter losgelaufen sind, öffnet sich der Rettungsfallschirm und bietet einen erheblichen Widerstand - eben den, den man benötigt, um damit sanft zum Boden zu gleiten, sollte er in einem Luftnotfall benötigt werden. Diese von vielen unterschätze Übung forderte viel Kraft und Ausdauer, brachte aber auch den vielen Zuschauern die Gelegenheit zum Anfeuern oder wahlweise zum Lachen.

Weiter ging es mit dem Ziellanden, wobei ein Kreis mit etwa 20 Meter Durchmesser getroffen werden musste. Wer der Mitte am nächsten kam, hatte die meisten Punkte.

Flexibilität in der Routine wurde bei der nächsten Disziplin gefordert. Es handelte sich ebenfalls um Ziellanden. Allerdings musste im Kreis, aber so weit weg von der Mitte gelandet werden, wie es nur ging. Setzte man einen Fuß außerhalb des Kreises auf, waren alle Punkte dieser Übung weg.

Dann folgte ein Zeitrennen vom Startplatz zum Landeplatz. Dieser für die Textilpiloten aus dem Killertal sehr ungewöhnliche Durchgang erforderte ein Umdenken, wollen die Piloten doch normalerweise immer so lange wie möglich in der Luft bleiben. Alle Flüge mussten selbstverständlich dem Sicherheitsstandard genügen. Wer nicht sicher landete, bekam grundsätzlich null Punkte. So war jeder bestrebt, kein Risiko im Eifer des Gefechtes einzugehen.

Wieder einmal verlief die Fliegerveranstaltung des Jahres unfallfrei und mit enorm viel Freude, zumal der Himmel über dem Killertal mit jeder Stunde freundlicher wurde.

Am Ende wurde der Ligapilot im Drachenfliegen, Michael Eitrich, neuer Vereinsmeister. Platz zwei belegte Titelverteidiger Josef Kather, gefolgt von Ralf Hodler. Die folgenden Plätze wurden der Reihe nach vom Vorsitzenden Thomas Wittner, Norbert (Floh) Hein, Thomas Eger, Manfred Steingraber und Stefan Haug belegt.

Im Anschluss wurde bei noch angenehmen Temperaturen und klarem Himmel am Grill gefeiert.