Die St. Georgskirche - ein paar Eckdaten

HY 17.08.2012

Mindestens drei Vorläuferkirchen der heutigen Georgskirche wurden durch archäologische Ausgrabungen 1982 nachgewiesen. Die älteste muss um 700 n. Chr. entstanden sein. Sie überlagerte das bei den Ausgrabungen gefundene Steinkistengrab, das aus der Zeit um 650 n. Chr. stammt. Man nimmt an, dass zu diesem Grab eine noch frühere Kapelle gehörte. Die Georgskirche ist damit eines der ältesten Gotteshäuser weit und breit.

Eine romanische Bauphase ist ebenfalls belegbar. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert war ein einfacher Rechteckbau, deutlich kleiner als die heutige Kirche. Der Nordwand ist noch in Teilen erhalten. Während einer Innenrenovierung ab 1983 wurden Malereien auf dieser Wand freigelegt und sichtbar gemacht. Sie stammen mit großer Wahrscheinlichkeit von dem Riedlinger Maler Hans de Pay (1589/90).

Die heutige Georgskirche wurde um 1770 unter der Regie des Haigerlocher Baumeisters Christian Großbayer gebaut. Die alte Kirche wurde abgebrochen, nur der Turm und Teile der Nordmauer blieben bestehen. An der Westseite entstand ein 24 Meter hoher Turm. Die Decken- und Wandgemälde hat der bekannte hohenzollerische Kirchenmaler Franz Ferdinand Dent um 1772 geschaffen.

Erforscht wurde die Geschichte der Georgskirche in den 1970er-Jahren von den Neufraer Architekten Hans-Peter Wallisch, der regelmäßig Besuchergruppen durch die Kirche führt und heute noch der Experte schlechthin für das kunstgeschichtliche Kleinod ist.

Seit 1934 die St. Fideliskirche gebaut wurde, ist die Georgskirche in Burladingen nur noch Zweitkirche. Immer mal wieder stand sie vor dem Abriss, auch nachdem sie 1978 vom Erdbeben schwer beschädigt wurde.

Ein Förderverein kümmert sich seit 1984, einem Jahr nach Beginn der großen Innenrenovierung, um die Georgskirche. 2009 hat das Atelier Ernst Lorch aus Sigmaringen etliche Figuren restauriert. Auch eine Alarmanlage wurde in diesem Zug eingebaut.

Seither ist die Kirche wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Es finden

regelmäßig Gottesdienste und Konzerte statt. Auch Hochzeitspaare nutzen die Georgskirche gerne.

Spenden kann man für die Georgskirche auf das Konto 100 081 002 bei der Volksbank Hohenzollern und auf das Konto

93 440 440 bei der

Sparkasse Zollernalb.