Hausen Sportplatz-Misere scheint überstanden

Die Kämpen der Spielgemeinschaft Gauselfingen/Hausen im Spielerdress mit Monika Hipp – bei der Volksbank Hohenzollern-Balingen zuständig für Unternehmenskommunikation –, Volksbank-Bereichsleiter Thomas Güntert (mit Krawatte links) und Vorstandssprecher Arndt Ständer. Das Wichtigste auf dem Bild ist aber der Spendenscheck in Höhe von 15 000 Euro, den Ständer und Markus Schmid, der 2. Vorsitzende des TSV Hausen, halten.
Die Kämpen der Spielgemeinschaft Gauselfingen/Hausen im Spielerdress mit Monika Hipp – bei der Volksbank Hohenzollern-Balingen zuständig für Unternehmenskommunikation –, Volksbank-Bereichsleiter Thomas Güntert (mit Krawatte links) und Vorstandssprecher Arndt Ständer. Das Wichtigste auf dem Bild ist aber der Spendenscheck in Höhe von 15 000 Euro, den Ständer und Markus Schmid, der 2. Vorsitzende des TSV Hausen, halten. © Foto: Matthias Badura
Hausen / Matthias Badura 04.08.2018
Der TSV Hausen hat von der Volksbank 15 000 Euro erhalten. Dafür musste er tüchtig strampeln.

Der TSV Hausen hat von der Volksbank Hohenzollern-Balingen 15 000 Euro für den Wiederaufbau seines im Dezember von Wildschweinen zerstörten Sportplatzes erhalten. Aber die hat der Club nicht einfach so bekommen. Er musste selber dafür trommeln, laufen, werben, an Türen klopfen. Denn, das war die Bedingung der Volksbank: „Wenn ihr 15 000 Euro bringt,  legen wir 15 000 drauf.“

Erst Zustimmung, dann Bares

„Crowdfunding“ heißt diese neue Art der Förderung. Der Gedanke dahinter ist, Eigeninitiative und Solidarität zu mobilisieren. Am Fall Hausen hat sich nun zum einen gezeigt, dass es leicht ist,  Unterstützung zu erhalten, wenn die Menschen ein Projekt im Internet gutheißen sollen – denn das ist Spielregel Nummer 1 von Crowdfunding. Schwieriger wird es, wenn die „Fans“ im weiteren Verlauf den Geldbeutel öffnen und etwas geben sollen – Spielregel Nummer 2. Der Fall Hausen hat aber auch gezeigt, dass die Menschen eben doch zusammenrücken, wenn Hilfe gebraucht wird. Denn zuletzt ist die geforderte Spendensumme ja zusammengekommen. Und zwar innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens von zwei Monaten. Darauf könne die Region stolz sein, sagte Volksbank-Vorstandssprecher Arndt Ständer bei der Übergabe des Schecks am Donnerstagabend auf dem Sportplatz Schnait.

Ja, man habe „viel springen“ müssen, meinte Markus Schmid, 2. Vorsitzender des TSV Hausen. Er hatte zusammen mit Rosario DiGiovanni und Kassierer Wolfgang Schmid die Aktion federführend betreut. Manchmal, so Markus Schmid, habe man gezittert, ob die Summe, die man selber erwirtschaften sollte, zusammenkommt. Hätte auch nur ein Euro an den 15 000 Euro gefehlt, so hätte die Volksbank ihren Teil nicht ausbezahlt und wären auch die anderen Spenden an ihre Geber zurückgeflossen. Doch es hat nichts gefehlt, es sind sogar 622 Euro mehr eingegangen als verlangt. „Aber ohne die Volksbank und das Crowdfunding wäre das alles ja gar nicht ins Rollen gekommen, so der 2. Vorsitzende. Deswegen bedankte er sich namens des TSV, der Spielergemeinschaft Gauselfingen/Hausen und aller Hausener Fußballfans bei der Volksbank und bei allen, die zum guten Ausgang beigetragen haben.

Wer hätte das gedacht? Vor einem halben Jahr sah’s zappenduster aus. Die ersten Kostenvoranschläge für die Platzsanierung lagen in schwindelnder Höhe. Auch für die abgespeckte Version war längst nicht genug Geld vorhanden. Nun verfügt der Club über 30 000 Euro. Zudem haben die Mitglieder beim Wiederaufbau viel selbst geleistet. Wenn jetzt noch Zuschüsse fließen, auf die man fest baut, dann könnte man die Sanierung noch in diesem Jahr komplett begleichen und wäre ein drohender Finanzkollaps abgewendet. Fast ein kleines Wunder! Derweil wächst und gedeiht der neue Rasen. Bis zum Frühjahr 2019 soll er bespielbar sein.

Und so bewirbt man sich

Voraussetzungen Mit Hilfe von Crowdfunding wurden auch der Transporter für das Sozialkaufhaus Zollernalb, der Wiederaufbau des abgebrannten Sportheims des SV Roßwangen oder die Skianzüge für den Skiclub Rangendingen finzanziert beziehungsweise mitfinanziert. Die Zahl der Internet-Unterstützer und die Höhe der Spenden, die man selber beibringen muss, um dieselbe Summe von der Volksbank Hohenzollern-Balingen oben drauf zu bekommen, hängt von der Größe des Projekts ab. Zugangsbedingungen und Beispiele für Projekte finden sich im Internet unter vobahoba.vieleschaffen-mehr.de.

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