Hausen Die fünf Wasserhüterinnen stehen

Hausen / Matthias Badura 23.08.2018

Wert und Bedeutung des Wassers wurden am Mittwoch deutlich, als die Künstlerin Theresia K. Moosherr, Hausens Ortsvorsteher Erwin Staiger und sein Fronmeister Hans-Peter Girra die fünf von Mooshammer erschaffenen „Wasserhüterinnen“ vor und hinter dem Hausener Rathaus sowie beim Züchterheim aufstellten. Heiß war’s, gnadenlos heiß. Der Schweiß rann in Strömen. Da brauchte es viel Wasser, um nicht auszudörren oder gar zu kollabieren.

Entstanden sind die fünf Figuren, zwei aus Akazien, drei aus Eichenholzstämmen, im Frei-Atelier Theresia Moosherrs in Bad Schussenried (die HZ berichtete). Hertransportiert hat sie das Fuhrunternehmen Lindel. Mit dem Kran des Lasters wurden sie abgeladen. Was für Fuhrmann Peter Lindel dank der hydraulischen Technik einfach war.

Dann jedoch mussten sie ausgepackt und die hölzernen Sockel angeschraubt werden. Schließlich mussten Figur und Bodenplatte ihrerseits mit Schrauben an Betonsockeln befestigt werden, die bereits vorbereitet waren. Bei der Hitze wirklich keine leichte Arbeit. Das ganze Prozedere dauerte mehrere Stunden bis in den Nachmittag hinein.

Was ist das? Was soll das? Ein Hausener Bürger schüttelte den Kopf, als ihm Staiger den Hintergrund des Projektes erklärte: Verschönerung des Ortsbildes einerseits, Mahnung an den pfleglichen Umgang mit der Natur und insbesondere mit dem Wasser andererseits. So recht war der Mann offenbar noch nicht überzeugt von den Holzskulpturen.

Eine Runde Kaffee

Ein anderer Bürger spendierte der schwer schuftenden Truppe dagegen nach ihrer kurzen Mittagspause spontan eine Runde Kaffee. Warum? Ihm gefielen die Skulpturen auf Anhieb. Ein toller Anfang. Kopfschütteln hier, Begeisterung da – so muss Kunst sein.

Am Sonntag werden die Figuren der Öffentlichkeit übergeben. Ortsvorsteher Erwin Staiger und Theresa Moosherr werden dann auch nochmals die Botschaft der „Wasserhüterinnen“ näher bringen.

Und sie werden die Namen der fünf Figuren bekannt geben. Die bleiben bis dahin ein Geheimnis.

Offizielle Einweihung ist am Sonntag

Festakt Die fünf Wasserhüterinnen werden am Sonntag eingeweiht beziehungsweise der Öffentlichkeit übergeben. Der Festakt findet vor dem Rathaus am Brunnen statt, wo die ersten beiden Holzskulpturen errichtet wurden. Dann wird Ortsvorsteher Erwin Staiger die Namen der fünf Hüterinnen bekannt gegeben. Beginn ist um 10.30 Uhr. Die Künstlerin Theresa Moosherr wird ebenfalls anwesend sein.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel