Für zwei Tage war die Festhalle in Stetten ein Mekka für Liebhaber der Chormusik. Das Doppelquartett Stetten-Hörschwag hatte am Samstag als Ausrichter und Organisator zunächst die Lauchertchöre und am Sonntag die Burladinger Stadtchöre geladen.

Die Moderation beider Abende lag in den Händen von Alexander Schaffran und Friedrich Heinzelmann. Man wolle, so hörten die Besucher am ersten Abend, mit dem Chorfest einen musikalischen Höhepunkt setzen. Die Lauchert verbinde die Chöre der sie durchfließenden Gemeinden schon lange Jahre. Man sei einander in Freundschaft verbunden – aber natürlich auch gespannt, wie sich die einzelnen Gruppen präsentieren werden, welche Akzente und Nuancen sie setzen, welche neuen Lieder man hören wird.

Stettens Ortsvorsteher Hans Locher stellte seine Gemeinde in kurzen Sätzen vor, erwähnte den Dorfanger, die Ruine Holstein und die nach dem Hochwasser neu sanierte Festhalle, in der die Veranstaltung stattfand. Er vergaß auch nicht, zum Maimarkt am 1. Mai einzuladen.

Damit war die Bühne frei für zehn Chöre, die jeder für sich erfreuten und begeisterten. Neben dem Doppelquartett trat der Männergesangverein 1864 Erpfingen auf, die Chorgemeinschaft Gammertingen, die Chorgemeinschaft Mägerkingen-Trochtelfingen, der Florianschor der Feuerwehr Mägerkingen, der Liederkranz Melchingen, der Melchinger Dreigesang, der Männergesanverein 1858 Sigmaringendorf-Laucherthal, der Männergesangverein 1922 Veringendorf und der Sängerbund Veringenstadt.

Jede Gruppe brachte jeweils vier Lieder dar, was zu einer über vierstündigen Reise durch die Vielfalt der Chormusik führte.

Große Aufmerksamkeit wurde dem Trio Melchinger Dreigesang zuteil – ein Chor, der in einem Auto anreisen kann. Der Dreigesang pflegt das traditionelle Wirtshaussingen auf einem sehr hohen Niveau. Zum Schluss erklangen das Hohenzollernlied und die Hymne Württembergs.

Zum sonntäglichen Konzert der Stadtchöre hatten sich von den fast 20 Burladinger Chören sechs gemeldet. Die Halle zeigte sich erneut voll besetzt.

An diesem Tag war es Hörschwags Ortvorsteherin Monika Spallinger-Rieder, die dem Treffen einen guten Verlauf wünschte.

Den Auftakt der Chorvorträge machte der Kirchenchor St. Silvester Stetten, ein sakraler Chor aber mit moderner Ausrichtung. Es folgte die Chorgemeinschaft Bitz-Hausen, in allen Registern gut besetzt und stimmsicher. Der Gesangverein „Harmonie“ Gauselfingen 1898 ist trotz seines ehrwürdigen Gründungsalters für alles Neue offen und sang einmal mehr mit Schwung und Begeisterung.

Was wäre Killer ohne seinen Gesangverein „Harmonie“? Der Tradition verpflichtet aber ebenfalls immer bereit, neue Wege zu gehen. beeindruckte das Ensemble einmal mehr mit seinem runden Klang.

Der Schwerpunkt des Repertoires der „Sängerfreunde Burladingen“ liegt bekanntlich auf der Romantik, doch widmet man sich auch modernen und allerneuesten Kompositionen aus der Feder des eigenen Dirigenten Rolf Ammann. Versiert wie immer boten die Sängerfreunde ihre Stücke dar.

Sechs Chöre, sechs musikalisch Ausrichtungen. So traf die Bilanz des Vorsitzenden des Doppelquartetts zu. Alexander Schaffran: „Burladingen ist bunt und ein Teil davon sind die Chöre der Stadt.“ Abschließend wünschte er sich, dass der Stadtsängertag weitere Fortsetzungen findet.

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Sängerschaften traten an den beiden Tagen auf. Ohne die gute Organisation der Gastgeber des Doppelquartetts Stetten-Hörschwag wäre das nicht so reibungslos und harmonisch möglich gewesen.