Gauselfingen Der Weg ist nicht mehr weit

Die Mädchen und Jungen des Gauselfinger Kinderchors spielten und sangen die Szene von Jesu Geburt im Stall von Bethlehem.
Die Mädchen und Jungen des Gauselfinger Kinderchors spielten und sangen die Szene von Jesu Geburt im Stall von Bethlehem. © Foto: Vera Bender
Gauselfingen / VERA BENDER 16.12.2014
Mit ihrem 15. gemeinsamem Adventskonzert ließen der Gesangverein "Harmonie" Gauselfingen und der Musikverein Gauselfingen den dritten Advent fröhlich und besinnlich ausklingen.

Etliche Gäste und Ehrengäste konnte Silvia Entress, die Vorsitzende des Gesangvereins "Harmonie", am Sonntagabend in der Gauselfinger Peter-und-Paul-Kirche begrüßen. Den Dank zum Schluss sprach Othmar Schneider, der Vorsitzende des Musikvereins Gauselfingen. Dazwischen hörten die Besucher Advents- und Weihnachtsweisen aus alten und modernen Zeiten.

Sie hatten es doch tatsächlich geschafft, einen enormen Bogen zu spannen. Klassische Weihnachtslieder mit poppigen Songs zu mischen und dennoch die Harmonie nicht darunter leiden zu lassen. Mal war es feierlich, dann wieder fröhlich. Selbst das Krippenspiel oder Minimusical des Kinderchors hatte neben der klassischen Weihnachtsgeschichte recht moderne Elemente. So fragte der Ochs den Esel, ob man nicht öfter solch ein fröhliches Weihnachtsfest feiern könne? Der Esel aber antwortete, der Weihnachtssegen müsse die nächsten zwölf Monate halten.

Beim Singspiel "Das lächelnde Christkind" von Lorenz Maierhofer strahlten vor allem die Engel um die Wette und verliehen dem Gesang einen besonderen Zauber. Das heilige Paar mit seinm Kind vervollständigte als holzgeschnitzte Figuren das Gesamtbild im Stall. "Es ist wunderbar, was damals geschah", sangen die Mädchen und Jungen unter der Leitung von Michael Eisele, der auch die Klavierbegleitung übernahm. Zwei Sprecherinnen erzählten vom Wunder dieser einen Nacht.

Von diesem wunderbaren Geschehen handelten auch die Lieder des Gesangvereins. Chorleiter und Moderator Michael Eisele kündigte Popsongs wie "Driving home for Christmas", "Jingle Bell Rock" oder "All I want for christmas is you" an, und die Sängerinnen und Sänger ließen die modernen Songs, die nicht ganz einfach zu singen sind, ertönen. Wundervoll wurden das traditionelle afrikanische Lied "Siyahamba" und das bekannte Werk "Heilige Nacht" zu Gehör gebracht.

Auch der Musikverein unter der Leitung von Joachim Gugel schaffte den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Schon die Konzerteröffnung mit einer "Ouvertüre über einen Spiritual" von Michiel van Delft hatte viele temporeiche, schwungvolle Passagen. Das Orchester spielte das andachtsvolle Stück "Adeste Fidelis" und huldigte Maria mit "Die kleine Bergkirche§. Und später ließen die Musiker in einem einzigen Arrangement gleich acht internationale Weihnachtslieder erklingen - beginnend mit "Stille Nacht" und "Gloria in excelsis deo" über "I'm dreaming of a white Christmas" und "Let it snow" bis hin zu "Jingle bells" und "Rudi, the rednosed reindeer". Laura Schneider als Moderatorin der Kapelle bat ausdrücklich darum, sich den Applaus bis zum Rentier aufzusparen, was den Besuchern nicht leicht fiel.

Auf wunderbare Weise hatten die beiden Gauselfinger Vereine wieder ein Adventskonzert in der Kirche aufgeführt, welches die vielen Besucher in all der Hektik auf das nahende Fest einstimmt. Und traditionell hatten sie es wieder enden lassen mit einem Stück, in das alle miteinstimmten, musizierend und singend. Auch die Zuhörer sangen mit bei "Es ist ein Ros entsprungen". Denn wie hatten die Kinder zuvor singend verkündet? "Es ist Advent, die himmlische Zeit. Der Weg zur Krippe ist nicht mehr weit."