Killer Der Traum vom Platz an der Kirche

Die Stelle, von der aus das Foto geschossen wurde, gehört der Gemeinde. Die Grünfläche an der Unterdorfstraße/Kirchweilerstraße in Killer soll in einen Platz umgewandelt werden, an dem sich Bürger treffen können – zumindest, wenn es nach den Ideen des Ortschaftsrates geht. Hilfreich wäre es für die Dorfentwicklung auch, wenn man das Haus gegenüber, Katharinenstraße 1, erwerben könnte.
Die Stelle, von der aus das Foto geschossen wurde, gehört der Gemeinde. Die Grünfläche an der Unterdorfstraße/Kirchweilerstraße in Killer soll in einen Platz umgewandelt werden, an dem sich Bürger treffen können – zumindest, wenn es nach den Ideen des Ortschaftsrates geht. Hilfreich wäre es für die Dorfentwicklung auch, wenn man das Haus gegenüber, Katharinenstraße 1, erwerben könnte. © Foto: Badura
Killer / Matthias Badura 27.07.2018
Die Dorfgestaltung will der Ortschaftsrat von Killer im kommenden Jahr zumindest planerisch angehen.

Mit sieben Punkten ist die Wunschliste des Killermer Ortschaftsrates für das Haushaltsjahr 2019 überschaubar, für dringlich hält das Gremium diese Anliegen natürlich trotzdem. Da wäre zunächst eine schon im vergangenen Jahr beantragte Planung für die Neugestaltung des Platzes vor der Kirche. Man möchte, dass er den Charakter eines Zentrums oder Dorfkerns erhält. Geschätzte Kosten der Planung: 30 000 Euro.

Eine Investition, die das Bauamt dem Gremium im Vorfeld der Beratung nahelegte, sind neue Heizöltanks im Bürgerhaus. Die alten sind nach Aussagen der Fachleute nicht mehr tauglich. Ausgeben müsste man dafür ebenfalls rund 30 000 Euro. Der Punkt kam auf Platz zwei der Liste. An dritte Stelle setzte man eine Planung für ein eigenes Schuppengebiet. Sie dürfte etwa 10 000 Euro kosten.

Nicht zu beziffern ist, was es kosten würde, die marode Bachmauer der Starzel zu sanieren und das Bachufer an gefährdeten Stellen zu sichern. Nur über soviel war man sich einig: Das wird richtig teuer.

Damit war Platz vier der Liste vergeben, die Nummer fünf ging an den Wunsch nach einer 450-Euro-Kraft. Sie soll den Fronmeistertrupp bei Pflegearbeiten im Dorf und auf dem Friedhof unterstützen – so jedenfalls die Überlegung des Gremiums. Auch dieser Wunsch ist nicht neu, wurde schon in Vorjahren geäußert, fand aber beim beschließenden Burladinger Gemeinderat bisher keine Beachtung.

Nicht allzu viel dürfte die Sanierung des Gehweges im Jakobusweg kosten. Hier müsste man mit wenigen Tausend Euro zu Rande kommen. Unbekannt ist wiederum die Summe, welche die Stadt für den Kauf des Hauses Katharinenstraße 1, auch  „Haus Kajetan“ genannt, ausgeben müsste. Im Zuge der gewünschten Dorfgestaltung würde es sich anbieten, das Gebäude gegenüber der Kirche zu erwerben, so das Gremium.

Dabei geht es vor allem um die Fläche, die bei einem Abriss frei würde. Das einst stattliche Gebäude selbst macht von außen einen maroden Eindruck.

Die Liste wurde ohne Gegenstimmen beschlossen und begibt sich jetzt auf ihren Weg in die Verwaltung und Richtung Haushalts-Vorbesprechungen.

Stolz auf die Dorfgemeinschaft

Solidarität In der jüngsten Sitzung des Killermer Ortschaftsrates kam Ortsvorsteher Josef Pfister auch auf den Wohnhausbrand zu sprechen, der sich am 8. Juli im Bolweg ereignete (die HZ berichtete). Die Feuerwehren von Burladingen, Ringingen, Hausen, Starzeln und Killer hätten dabei vorbildliche Arbeit geleistet, so Pfister. Es zeige sich daran wieder einmal, dass eigene Wehren in den Teilgemeinden unerlässlich seien. Nur so hätten die Rettungskräfte umgehend vor Ort sein können. Ein paar Minuten später, vermutete Pfister, dann wäre das Haus wohl nicht mehr zu retten gewesen. Bewohnbar wird es allerdings auf viele Monate hinaus nicht mehr sein. Die betroffene Familie, berichtete der Ortsvorsteher, ist inzwischen bei Nachbarn untergekommen. Wie er weiter sagte, hätten sich auf einen Rundruf, den er gestartet habe, sofort Killermer Bürger gemeldet, die Räume zur Verfügung stellten, in denen die Familie ihre verbliebene Habe unterbringen konnte. Das gilt zum einen für Möbel, das gilt aber auch für Kleider. Auch hätten Mitbürgerinnen ihre  Waschmaschinen zur Verfügung gestellt und das Waschen der rußgeschwängerten Kleider übernommen, um die Betroffenen ihrerseits zu entlasten. Wie Pfister meinte, sei er stolz auf so eine Dorfgemeinschaft. Zugleich überbrachte er den Dank der Familie.

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