Burladingen Schüler erleben Wald mit allen Sinnen

Auch Geschicklichkeit und Mut waren bei den verschiedenen Aufgaben gefragt.
Auch Geschicklichkeit und Mut waren bei den verschiedenen Aufgaben gefragt. © Foto: Eugen Leibold
Burladingen / Eugen Leibold 05.07.2018
Die Drittklässler der Burladinger Grundschulen hatten bei der Sternwanderung des Forstamtes einiges gelernt.

Wie bereits seit dem Jahr 2004 machten sich auch jetzt wieder die Klassen 3 der Grundschulen von Burladingen, Hausen, Ringingen und Stetten zu Fuß auf den Weg ins Kirchholz bei Ringingen.

Dort angekommen wurden die Grundschüler bereits von den Revierleitern und Mitarbeitern des Forstamtes erwartet. Die hatten so einiges für ihre jungen Gäste vorbereitet, denn mit der Wanderung ist es bei der Sternwanderung nicht getan.

Profis und Ahnungslose

Wieder ging es darum, den Kindern die Natur und den Umgang mit ihr näher zu bringen. Ähnlich wie bei der Waldolympiade, die das Forstamt jährlich für die älteren Schüler veranstaltet und die jüngst wieder oberhalb des Schulzentrums stattfand (die HZ berichtete), zeigte es sich auch an diesem Tag, dass manche Kinder sich im Wald recht gut auskennen – und andere überhaupt nicht. Das hängt meist damit zusammen, ob Eltern oder Großeltern Waldbesitzer sind. In dem Fall begleiten diese Kinder ihre Altvorderen zuweilen, wenn es ans Holzmachen oder um Pflegemaßnahmen geht.

Andererseits kennen viele Kinder den Wald nicht mehr so, wie ihn die Generationen vor ihnen erlebt haben – als großen Abenteuerspielplatz.

Sechs Stationen waren aufgebaut und mussten absolviert werden. An der Station 1 ging es um Insekten, genauer gesagt, um „staatenbildende Insekten“ wie Ameisen und Bienen.

Direkt am Ameisenhaufen konnten die Kinder beobachten, wie es darin unaufhörlich wuselt, konnten aber auch erahnen, dass jedes Tier einer ganz bestimmten Aufgabe folgt.

Mit offenen Augen in der Natur

Am „Pirschpfad“ sollten die Drittklässler vom Wegrand aus Tiersilhouetten erspähen und benennen, was für ein Tier sich da zeigt. Voraussetzung war hier, dass man aufmerksam und mit offenen Augen durch den Wald ging.

Die Station „Seilbrücke“ erforderte anschließend eine Portion Mut und Geschick. In rund 1,5 Meter Höhe mussten die Kinder von einem Baum zum anderen auf einem Seil balancieren.

Dabei konnten sie sich zwar an einem in Kopfhöhe gespannten zweiten Seil mit beiden Händen festhalten. Und natürlich wurden sie bei dieser Aktion von Helfern am Boden gesichert – aber wackelig war’s da oben halt doch. Aber auch diese Herausforderung wurde von den Kandidaten gemeistert. Die 4. Station trug  den Namen „Tierspuren“. Mit Bildern, Fellen und Tierschädeln, mit Tierpräparaten und echten Tierspuren, die sich im Matsch fanden, erhielten die Schüler einen weiteren Einblick in die Tierwelt unserer heimischen Wälder.

Was tut man wenn man nichts mehr sieht? Dies zu lernen war bei der Station „Ballsuchspiel“ das Thema. Mit zugebundenen Augen musste man auf einem Parcours Tennisbälle einsammeln. Dabei wurde der jeweilige Absolvent durch Zurufe eines Partners geleitet.

Die letzte Station war der „Blindparcours“. Auch hier blieben die Augen verbunden. An einem auf Bauchhöhe gespannten Seil mussten die Kinder die natürlichen Hindernisse wie Baumstümpfe und Äste blind erkennen. Das war einerseits lustig und spannend, andererseits waren die Sinne gefordert, die Kinder erlebten und fühlten den Wald auf eine ganz neue Weise.

Grillfest als Abschluss

Am Ende dieses – doch recht aufregenden – Waldbesuches trafen sich alle Teilnehmer bei der Ringinger Forsthütte, um gemeinsam zu grillen. Am Ende waren sich Forstleute und Lehrer einig, dass mit dieser Veranstaltung der Lern- und Spieleffekt parallel zueinander gefördert werden. Insgesamt ein gelungener Tag.

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Drittklässler aller vier Burladinger Grundschulen beteiligten sich in dieser Woche am Sternmarsch des Forstamtes und an den Aufgaben, die im Kirchholz auf sie warteten.

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