Burladingen Das Kreuz auf dem Felsen hat jetzt die Weihe

Pfarrer Konrad Bueb weihte das Kreuz, rund 50 Gläubige und Interessierte waren hoch über Burladingen mit dabei.
Pfarrer Konrad Bueb weihte das Kreuz, rund 50 Gläubige und Interessierte waren hoch über Burladingen mit dabei. © Foto: Foto: Eugen Leibold
Burladingen / Eugen Leibold 28.06.2018
Pfarrer Konrad Bueb gab dem Christensymbol auf den Burladinger Kreuzfelsen den Segen.

Rund 50 Personen kamen auf den Burladinger Kreuzfelsen, um bei der Weihe des wieder errichteten Eichenholzkreuzes dabei zu sein.

Das Wetter war angenehm, die Stimmung gut. Eröffnet wurde der feierliche Akt von Dr. Wolfgang Kuster mit einer Ansprache. Die Familie Kuster, muss man dazu wissen, hat das Kreuz gestiftet. Seit 1865, so der Redner, stehe auf dem markanten Felsen über Burladingen ein Kreuz. Ein Anblick, der prägend zum Stadtbild gehört.

Als ein Sturm im vergangenen Jahr das Vorgängerkreuz fällte, sei schnell klar gewesen, was man tun wollte: „Als wir davon hörten, dass das Kreuz umgefallen war und wir dann den leeren Kreuzfelsen von unten sahen, war für uns klar, dass wir uns dafür engagieren würden, um wieder ein neues Kreuz auf den Felsen stellen zu können.“

Besondere Stimmung

Wie Kuster weiter ausführte, kämen er und seine Familie ein paar Mal im Jahr herauf, „um eine Stunde die Aussicht zu genießen, um zu picknicken und um uns von der besonderen Stimmung an diesem  Ort hoch über Burladingen mitnehmen zu lassen.“

Er, fuhr Kuster fort, habe daraufhin mit Meinrad Mauz, dem Vorsitzenden der Kolpingfamilie,  Kontakt aufgenommen und beraten, wie man vorgehen müsse, um ein neues Kreuz aufstellen zu können.

Zu klären waren Fragen wie: Woher nimmt man altes Eichenholz; wer soll das Kreuz herstellen; wer streicht es und  wer fertigt die Stahlhalterungen? Es musste jemand gefunden werden, der es aufstellt und fraglich war auch, wer die Haftung übernimmt. Nicht zuletzt musste man sich über den zeitlichen Rahmen klar werden.

Weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen hätten, habe man das neue Kreuz bereits nach acht Monaten errichten können. Es war, erinnerte Kuster, am Samstag, 21. Oktober 2017. Maßgeblich beteiligt war die Burladinger Feuerwehr, aber auch andere Helfer packten mit an.

Kuster bedankte sich bei allen Beteiligten, bei der Kolpingsfamilie, bei Zimmermeister Wallisch, der Stadtverwaltung, der Burladinger Feuerwehr, Flaschner Thomas Daikeler und seiner Familie für ihre Unterstützung.

Ein besonderer Dank galt seinem Vater Leo, der die 1,90 Meter langen und schweren Stahlbänder, die das Kreuz halten, schmiedete – und dabei fast sein Gehör verloren hätte.

Steine und Tränen

„Die Symbole auf den Bändern sollen laut meinem Vater Steine und Tränen darstellen, angelehnt an den Satz von Anselm Grün: Der Weg des Herrn ist gepflastert mit Steinen und bringt viele Tränen mit sich.“

Nachdem sich Kuster auch bei Pfarrer Konrad Bueb bedankte hatte, weihte der Geistliche das Kreuz. Zusammen wurde „Lobet den Herrn“ gesungen, ehe man sich in guter Stimmung verabschiedete.

115

Jahre ist es her, dass das Vorgängerkreuz auf dem Felsen über Burladingen errichtet wurde. Im Februar 2017 hielt es dem Sturm Thomas nicht mehr stand.

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