Eigentlich war geplant gewesen, den Hausener Weihnachtsmarkt nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Doch manchmal erfordern besondere Umstände besonderes Handeln. Um den Hausener Vereinen eine Einnahmemöglichkeit zu verschaffen, die weggefallen ist, weil der Burladinger Weihnachtsmarkt abgesagt wurde, hat der Ortschaftsrat beschlossen, doch einen Markt im Dorf zu machen.

Deshalb, so erklärte Ortsvorsteher Erwin Staiger, sei der Markt auch relativ spät angekündigt worden. Dem Besucherandrang tat die aber keinen Abbruch. Das ganze Dorf traf sich am Samstag auf dem Schulhof, um Glühwein und Crepes zu konsumieren. Glühwein geht immer, da wird der Burladinger Ausfall sicher etwas kompensiert worden sein. Auch das Weihnachtsgebäck der Heimatfreunde, angeboten im Klassenzimmer der alten Schule, erfreute sich großer Beliebtheit.

Gegen halbneun wolle er, so kündigte der Vorsitzende Josef Bieger an, das begehrte Heimatfreunde-Hutzelbrot versteigern. Aber bis dahin würden noch neue Mitglieder geworben, hoffte er. Gegen 17 Uhr hatte er schon neun neue Heimatfreunde gewonnen, und er war zuversichtlich, das noch übertrumpfen zu können.

Sieben Vereine (der Gesangverein, die Heimatfreunde, der Kleintierzuchtverein, die Krippenbauer, der Musikverein, der Obst- und Gartenbauverein und der TSV), ein Privatanbieter und die Grundschule hatten sich mit Ständen auf dem Schulhof und in der Pausenhalle beteiligt. Am Nachmittag hatten die Schulkinder den Markt mit Weihnachtsliedern eröffnet. Dann kam der Nikolaus und verteilte Plätzchen, und der Musikverein unterhielt die Besucher mit weihnachtlichen Weisen. "Der Markt ist vor allem dazu da, dass die Bevölkerung zusammenkommt", sagte Erwin Staiger. Und das ist gelungen. Bis zum Ende am Abend war wahrscheinlich jeder Hausener einmal auf dem Schulhof gewesen.

Für nächstes Jahr wird darüber nachgedacht, einen Markt gemeinsam mit den Starzelnern zu veranstalten, so war von Staiger zu erfahren. Geklärt werden müsste dann vor allem, wo der Markt dann stattfinden sollte. Die kurzen Wege zu den heimatlichen Dorfmärkten sind ja durchaus ein Vorteil. Doch bis dahin ist ja noch Zeit.