Hörschwag Da plappert das Mäulchen

Hörschwag / EUGEN LEIBOLD 02.12.2013
Neu war nur der Ort: Wegen der Hochwasserschäden in der Stettener Halle fand das Jahreskonzert des Musikvereins Stetten/Hörschwag in Hörschwag statt. Die Musik wusste wie eh und je zu gefallen.

Erstmals veranstaltete der Musikverein Stetten/Hörschwag erstmals sein Jahreskonzert im Hörschwager Bürgerhaus, das am Samstagabend gut gefüllt war. Vereinschef Anton-Josef Heinzelmannhieß unter den Gästen Bürgermeister Harry Ebert, die Ortsvorsteher Christian Heinzelmann und Hans Locher sowie zahlreiche Vereinsvertreter willkommen.

Anton-Josef Heinzelmann gab einen kurzer Rückblick auf das zu Ende gehende Jubiläumsjahr des Musikvereins. Die Veranstaltungen zum 190-jährigen Bestehen seien durchweg erfolgreich über die Bühne gegangen. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit, allen Helfer für ihren Einsatz zu danken.

Den musikalischen Teil des Abends moderierte traditionell Hans-Jörg Barth aus Stetten/Hechingen. Unter der Leitung von Franz-Josef Heinzelmann nahm zunächst die Jugendkapelle Stetten/Hörschwag auf der Bühne Platz. Mit dem Schottischen Volkslied "Amazing Grace" eroberte der Nachwuchs sofort die Herzen der Zuhörer. Mit "Kids at the Movies" ging es zurück in die Steinzeit zu Familie Feuerstein. Weiter ging es dann mit Filmmusik, unter anderem aus Indiana Jones, und zur Schlacht um Midway in dem Stück "The Marches of John Williams". Zum Abschluss begeisterten die Nachwuchsmusiker die Zuhörer mit "Woodpeckers Parade" (Parade der Spechte). Es war faszinierend, wie man die Spechte deutlich hören konnte. Einen weiteren Leckerbissen brachte die Zugabe, ein Stück, das vom Stettener Eigengewächs David Heinzelmann komponiert worden war: "You raise me up" erhielt ebenfalls viel Beifall.

Nach einer kleinen Umbaupause betrat dann die Gesamtkapelle unter der Leitung von Dirigent Robert Hinderer die Bühne. Passend zum beginnenden Winter entführte die Kapelle die Zuhörer in ihren Stücken zumeist in die kalte Jahreszeit. Als Eröffnungsstück wurde "Overture to a Winter Festival" dargeboten. Weiter ging es dann in Richtung Barock. "Largo from Winter" vermittelte die Behaglichkeit der warmen Stube. Danach wurden die Besucher aufs Glatteis geführt. "Die Schlittschuhläufer", ein Konzertwalzer, begeisterte das Publikum. Das folgende Stück war eine Mischung zwischen Polka und Schnellpolka. Der "Winterflocken-Galopp" rief Bravo-Rufe hervor.

Nach einer Pause folgte ein musikalischer Ausflug nach Russland. "Happy sleigh ride in Petersburg" (Petersburger Schlittenfahrt), gespielt im James-Last-Stil, vermittelte den Gästen den Eindruck, als säßen sie selbst auf einem Schlitten. Die nächste Station: Great Britain. Stücke aus diversen James- Bond-Filmen wurden hervorragend interpretiert.

Weiter ging es mit karibischen Rhythmen, so etwa "Cuentame" von Manhattan Transfer. Fast schon schelmisch grinsend dirigierte dann Robert Hinderer als letztes Stück vom Programmzettel die Polka "Launisches Mädchen". Riesiger Beifall, Bravo- und Zugabe- Rufe belohnten die Musiker für ihre hervorragenden Darbietungen.

Selbstverständlich entsprach die Kapelle dem Wunsch des Publikums und spielte als Zugabe den Marsch "King Cotton". Dann wurde aus den Zuschauerreihen noch eine Polka eingefordert. Gewünscht, gespielt: "Plappermäulchen", eine Schnellpolka, traf so manchen Gast mitten ins Herz.

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