Kaum vorstellbar in diesen Zeiten der Corona-Krise: Am 10. Mai sollen die Burladinger einen neuen Bürgermeister wählen. Geht das überhaupt, ohne dass Bewerberinnen und Bewerber die Chance auf einen Wahlkampf mit physischer Präsenz haben? In der Tat gibt es handfeste Indizien dafür, dass der Wahltermin wackelt.

Innenministerium arbeitet an „Empfehlung“ an die Kommunen

Nach Auskunft des Balinger Landratsamtes haben das Stuttgarter Innenministerium und das Tübinger Regierungspräsidium bereits eine Umfrage unter den Landkreisen gemacht, in welchen Kommunen in der nächsten Zeit Bürgermeisterwahlen anstehen. „Die Burladinger sind da ja nicht die einzigen“, sagte eine Sprecherin der Kreisbehörde auf Anfrage der HZ. In Balingen rechnet man damit, „dass bald eine Empfehlung an alle Kommunen herausgegeben wird.“ Wie diese aussehen wird, ist in diesen Tagen des Allesverschiebens leicht vorstellbar.

Bisher noch kein offizieller Kandidat

Bisher müsste die Stadt nach allem, was man weiß, noch nicht einmal Kandidaten vertrösten. Offiziell bekannt gewordene Bewerber gibt es nämlich noch nicht. Bewerbungsschluss ist nach Lage der Dinge am 21. April.

Wie auch immer: Für Harry Ebert ist am 31. Mai Schluss

Nicht zu rütteln ist an der Tatsache, dass Amtsinhaber Harry Ebert zum 31. Mai seinen Sessel räumt und in den Ruhestand geht. Aber Kommunen können übergangsweise auch von haupt- oder ehrenamtlichen Stellvertretern regiert werden, wie aktuell im Nachbardorf Jungingen zu besichtigen ist und vor zwei Jahren in Hechingen zu erleben war.

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