Killer / Matthias Badura Die CDU nominierte ihre Kandidaten für den Burladinger Gemeinderat sowie für den Kreistag, Wahlkreis V.

Mit allen oder mit großer Mehrheit der vorhandenen Stimmen wurden am Samstag im Bürgerhaus die Bewerber für den Burladinger Gemeinderat und für den Kreistag von den jeweils stimmberechtigten CDU-Mitgliedern für die Wahlen am 26. Mai nominiert. Bei der Gemeinderatsnominierung waren insgesamt 24 Stimmen zu vergeben, beim Kreistag 27.

Nochmals an den Start gehen bei der Gemeinderatswahl in der Kernstadt die amtierenden CDU-Stadträte Dörte Conradi, Frank Löffler, Claudia Dehmer, Simon Pfister und Jörg Hammermeister.

Als einziger Burladinger Neubewerber auf dem Wahlzettel stehen wird Ilija Pilic, 39 Jahre, Technischer Lehrer und wohl allgemein bekannt als Feuerwehrkommandant der Gesamtstadt.

In Gauselfingen steht Gemeinderat Michael Eisele auf Platz eins des CDU-Wahlvorschlags. Es folgen Annette Huber, 57, Arzthelferin, Angestellte in einem Seniorenheim und vormalige Ortschaftsrätin, außerdem Markus Alber, der an dem Abend nicht anwesend sein konnte. Alber ist 25 Jahre alt, arbeitet als Betriebswirtschaftler.

Im Stadtteil Hausen schickt die CDU Annette Riehle ins Rennen. Auch sie gehört dem Gemeinderat bereits an. Als zweite Bewerberin tritt Tanja Girra an den Start: 48, Arzthelferin, Rettungssanitäterin, Feuerwehrfrau.

Monika Spallinger-Rieder, 68, Ortsvorsteherin wurde als Kandidatin für Hörschwag nominiert.

Wie die anderen amtierenden Stadträte brauchte sich auch Josef Pfister, langjähriger Ortsvorsteher, Ortschafts- und Gemeinderat in Killer als Bewerber der Versammlung nicht allzu ausführlich vorstellen. Man kennt ihn als Person des öffentlichen Lebens. Seine Nominierung war vorgezeichnet. Begleitet wird Pfister von Anna Maria Flad, 62, Angestellte in einem Steuerbüro, zudem Mesnerin im Ortsteil Killer. Da sie an dem Abend ebenfalls verhindert war, erfolgte die Nominierung in Abwesenheit.

Den Namen Waltraud Barth-Lafargue werden die Wähler auf dem Wahlzettel unter Melchingen am Wahlsonntag vergeblich suchen. Sie tritt als Stadträtin nicht mehr an, will sich auf den Ortschaftsrat beschränken. Dafür bewirbt sich Sina Bauer, 30, am Regierungspräsidium beschäftige Wirtschaftsingenieurin, erstmals bei den Wählern um eine Sitz als CDU-Stadträtin. Mit ihr zieht Walter Knör in den Wahlkampf, der es als langjähriger CDU-Gemeinderats noch einmal wissen will. Dritter, mit dem Segen der Partei versehener Bewerber in Melchingen, ist Horst Lamparth, 66, vormals Geschäftsführer, Ortschaftsrat, Vereinsaktivist – wie nahezu alle der Bewerber.

Dass in Salmendingen Ortsvorsteher Erwin Straubinger wieder für die CDU kandidieren wollte, war bekannt – und die Nominierung am Samstag Formsache. Als zweiten Salmendinger Bewerber kürte die Versammlung Norwin Mößmer, 51, Technischer Lehrer an der Berufsfachschule Tübingen.

In Starzeln hat die CDU Armin Diebold, 50, Prozessingenieur, für sich gewonnen  – und am Samstag offiziell in die Kandidatenlist aufgenommen.

Wie Armin Diebold in Starzeln findet sich für Stetten Matthias Fritz erstmals auf dem CDUWahlvorschlag. Der 43-jährige ist Betriebswirt und arbeitet bei der Sparkasse Tübingen.

Für den Ortsteil Ringingen hob die CDU den 42-jährigen Michael Dieter, Mitbetreiber einer der beiden Biogasanlagen des Dorfes, sowie einer dortigen Tiefbaufirma, auf den Schild. Auch ihn in Abwesenheit. Weiter nominierte die Versammlung als Ringinger Kandidatin Elli Kipfelsberger. Sie ist 51 Jahre alt, Arbeitserzieherin und als Mesnerin oft in St. Martin und St. Fidelis anzutreffen. Als dritte im Ringinger Bunde kürte man Monika Hipp: 63, vormalige Bekleidungstechnikerin, altgediente Parteisoldatin und unter anderem Stellvertretende Vorsitzende der Kreisfrauenunion.

Sieben offizielle Bewerber für den Kreistag, Wahlkreis V

Vorangegangen war dieser Nominierung die Nominierung der Bewerber im Kreistagswahlkreis V Burladingen. Ebenfalls mit allen Stimmen oder großer Mehrheit der Stimmen wurden gewählt: Dörte Conradi und Helmut Barth, die dem aktuellen Kreistag angehören. Außerdem Silivia Schiefer, 39, Bankfachwirtin, Bitz; Heide Pick, 55, Selbständige im Medienbereich und unter anderem Stellvertretende CDU-Kreisverbandsvorsitzende, Jungingen, sowie Eugen Straubinger, Schulleiter in Balingen und unter anderem Vorsitzender des Bundesverbandes der Lehrer an beruflichen Schulen aus Salmendingen. Ebenso wurden die bereits oben erwähnten und als Burladinger Stadträte bekannten Michael Eisele und Josef Pfister nominiert.

Alle Bürger können alle Kandidaten wählen

Prozedere Das baden-württembergische Kommunalwahlrecht zu erklären braucht es etwas länger. Das Verfahren ist nicht ganz einfach, aber viel leichter zu durchschauen als man oft klagen  hört – jedenfalls sofern man sich als Bürger die überschaubare Zeit nimmt, sich damit zu beschäftigen. Um eine gängige Verwechslung hier gleich auszuschließen: Alle Bürger der Stadt Burladingen können alle Kandidaten aller am Wahltag vorhandenen Listen wählen. Man kann die Gesamtzahl der vorgegebenen Stimmen beliebig verteilen (jedoch nicht mehr als drei pro Kandidat). Auch kann man die Kandidaten seines Ortsteils wählen – man muss nicht. Man ist nicht auf sie beschränkt oder gar verpflichtet, sie als erste und einzige anzukreuzen. Freilich freut sich jeder Bewerber über jede Stimme.