Gauselfingen Café und Bäckerei anstelle der Post?

Ein Schluck Sekt auf den Zustellstützpunkt in der Gauselfinger Nonnenhofstraße. Doch auch für Burladingen gibt es ehrgeizige Pläne. Foto: Eugen Leibold
Ein Schluck Sekt auf den Zustellstützpunkt in der Gauselfinger Nonnenhofstraße. Doch auch für Burladingen gibt es ehrgeizige Pläne. Foto: Eugen Leibold
Gauselfingen / EUGEN LEIBOLD 19.09.2013
Gestern fand der Spatenstich für den neuen Post-Zustellstützpunkt in Gauselfingen statt - in Form eines Sektempfangs. Dabei erfuhr man auch, was auf dem Gelände der ehemaligen Burladinger Post geplant ist.

Das Wetter war zu schlecht. Anstatt in der Gauselfinger Nonnenhofstraße den Spaten in die Hand zu nehmen, begnügte sich die Festgesellschaft mit einem Glas Sekt im Rathaus. Zunächst begrüßte Bürgermeister Harry Ebert den Hausherrn, Ortsvorsteher Rudi Kanz, die Investoren des Vorhabens, die Gebrüder Albert und Gerhard Bumiller (von der gleichnamigen Großbäckerei aus Hechingen), Christoph Oppel, Vertreter der Post AG, den Architekten Dragos Trica aus Hechingen, Bauunternehmer Hermann Beck aus Weilheim, das Ehepaar Isolde sowie einige interessierte Zuhörer. Wie der Schultes darlegte, sei das neue Projekt - nach fast zweijährigen Verhandlungen - nun in trockenen Tüchern. Er dankte den Investoren, den Gebrüdern Bumiller, dass sie sich für den Standort Gauselfingen entschieden haben.

Dabei erwähnte er, dass das benötigte Grundstück zunächst als unverkäuflich galt. Als die Gauselfinger Besitzer, das Ehepaar Baich, jedoch davon unterrichtet wurden, dass hier 27 Arbeitsplätze entstehen, stellten sie ihn zur Verfügung. Investor Gerhard Bumiller meinte dazu, er sei froh, dass man demnächst mit dem Bau des neuen Vorhabens beginnen könne - im übrigen "keine Blechhütte sondern ein massiv gemauerter Zweckbau". Weiter hoffte er auf einen sanften Winter, damit die Bauarbeiten flott voran schreiten. Wenn alles gut gehe, werde der Stützpunkt im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Ein Lob sprach der Investor Burladingens Stadtverwaltung aus, die das Vorhaben auf jegliche Weise - und vor allem, wo immer es ging, unbürokratisch - unterstützt habe. Architekt Dragos Trica erläuterte technische Details, etwa, dass mit dem Bau 500 Quadratmeter Nutzungsfläche entstehen. Der Vertreter der Post AG, Christoph Oppel, bestätigte in seinen Dankesworte, dass in dem Stützpunkt 27 Personen beschäftigt sein werden. Sie haben die Post für die Stadt Burladingen, Neufra und Gammertingen zu bearbeiten.

Wie Gerhard Bumiller und Bürgermeister Ebert gegenüber der HZ sagten, wird nach Fertigstellung des neuen Objektes vermutlich sofort mit dem Abriss des alten Postgebäudes in Burladingen begonnen. Die Gebrüder Bumiller haben das Haus erworben und denken daran, dort ein Café mit Bäckerei einzurichten. Hinter dem Neubau soll sich der Wunsch von Bürgermeister Harry Ebert verwirklichen: Der Bau eines Ärztehauses.