Der Burladinger Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Dienstagabend dem Vorschlag der Verwaltung zu und bestimmte Sonntag, 20. September, zum Termin für die Bürgermeisterwahl.

Sollte es im ersten Urnengang zu keinem Ergebnis kommen, findet die zweite Wahl – beziehungsweise die Stichwahl zwischen mehreren Kandidaten – zwei Wochen später statt, am Sonntag, 4. Oktober.

Offizielle Bewerbungen ab 13. Juni möglich

Ausgeschrieben wird die Stelle des Burladinger Rathauschefs am Freitag, 12. Juni. Damit können sich ab Samstag, 13. Juni, Kandidaten für das Amt bewerben.
Den Vorsitz der Wahlkommission hat Berthold Wiesner inne, der Erste Beigeordnete der Stadt; sein Stellvertreter im Wahlgremium ist Stadtschreiber Richard Schreiber. Die CDU-Fraktion des Gemeinderates entsendet Claudia Dehmer und Ilija Pilic in den Wahlausschuss, die Freien Wähler benannten am Dienstag Johannes Leibold und Daniel Deuringer, die AfD ist mit Michael Dehmer und Andreas Scheu vertreten, die Grünen entsenden Christine Lorenz-Bühl und Bernhard Hurm.

Kandidatenvorstellung notfalls online

Eine Kandidatenvorstellung ist für die zweite Septemberwoche, zwischen 7. und 12. September, anvisiert. Ob sie öffentlich stattfinden kann, hängt davon ab, wie weit sich die Corona-Schutzbestimmungen bis dahin gelockert haben. Momentan wäre eine solche Versammlung nicht zulässig.
Sollte das Verbot im September immer noch gelten, wird man versuchen, die Kandidatenschau online und als Videokonferenz zu ermöglichen.
Die Frage, ob für den Wahltag zum Schutz der Wähler und auch der zahlreichen Wahlhelfer in den Wahllokalen ausreichend Schutzmittel vorhanden sind, bejahte Berthold Wiesner. Masken und Desinfektionsmittel seien noch  vom ersten Anlauf im Mai vorrätig. Damals musste die bereits anberaumte Wahl bekanntlich wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.
Ob sich denn schon Kandidaten bei den Fraktionen vorgestellt haben, wollte AfD-Stadtrat Andreas Scheu von der Verwaltung wissen – und stellte damit sicherlich eine der interessantesten Fragen. Wiesner gab sie an die weit im Raum verstreut sitzenden Gemeinderäte zurück. Von dort vermeinte man von verschiedenen Stellen Laute der Zustimmung zu vernehmen. Deutlich wurde Alexander Scheu, Fraktionschef der Freien Wähler, der rief: „Es gab mehr als einen.“ Näheres wollte Schülzle aber nicht verlauten lassen.
Wiesner wies seinerseits nochmals auf den nahen Ausschreibungstermin hin und gab sich zuversichtlich, dass sich etwaige Kandidaten „so schnell wie möglich bewerben.“

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Einnahmen in Millionenhöhe brechen weg


Haushalt Durch die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft muss auch die Stadt Burladingen mit erheblichen Einbußen bei der Gewerbesteuer (rund 1,1 Millionen Euro) und bei der Einkommenssteuer (rund 600 000 Euro) rechnen. Und dies, so Beigeordneter Wiesner am Dienstag, seien nur vorläufige Zahlen, auch die Umlage wird weitaus knapper ausfallen, als man sich das zu Beginn des Jahres vorgestellt hatte. Wiesners Vorschlag lautete, im noch laufenden Haushaltsjahr jene Projekte anzugehen, für die es Zuschüsse gibt, etwa die Erweiterung der Kläranlage: Andere Vorhaben, die man sich gesetzt hat, sollen ausgeschrieben, aber erst 2021 verwirklicht werden. Denn dann, so Wiesner, werden auch die Kosten später fällig. Im Einzelnen besprechen will man das in den kommenden Sitzungen des Gemeinderates.