Zum Kreis der Interessierten gehörten auch mehrere Ortschaftsräte mit Dorfchef Erwin Staiger an der Spitze. Grund für deren Anwesenheit: Die zehn Obstbäume, die beschnitten wurden, stehen längs der Verbindungsstraße Austraße/Jägerstraße. Der Obst- und Gartenbauverein hatte sie im vergangenen Jahr gepflanzt und wird sie auch künftig betreuen. Da sie auf öffentlichem Grund stehen, darf man sie aber auch zum dorfverschönernden Besitz der Allgemeinheit zählen. Ehrensache also, dass Staiger und sein Gremium beim Schnitt als Vertreter dieser Allgemeinheit zugegen waren. Zumal der Obstbauverein angekündigt hat, im Rahmen des Umweltaktionstages demnächst weitere Apfelbäume zu pflanzen und die Lücken zu schließen, damit aus dem Verbindungsweg eine richtige Obstallee wird.

Obstbau-Chef Christian Kugler erklärte die einzelnen Schritte der Veredlung, zeigte, wie und wo man die Schere ansetzt. Bis zur ersten Blüte werden freilich einige Jahre ins Land ziehen. So schnell werden sich also die von Erwin Staiger schmunzelnd geäußerten Hoffnungen auf eine kommunale tonnenweise Vermarktung der Früchte nicht erfüllen. "Hochstämme" - um solche handelt es sich - "sind eine Investition in die Zukunft", erklärte tröstend Christian Kugler. Man müsse sie als Generationenvertrag und als Vermächtnis ansehen.