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Rosenmontagsumzug
Burladingen / Stephanie Apelt  Uhr
Zu einem fröhlichen Umzug mit großen und kleinen Narren luden die Nautle am Sonntag nach Burladingen ein.

Beachtliche 1800 Hästräger in 64 Gruppen machten den traditionellen Rosenmontagsumzug in Gruol wieder zu einem grandiosen Spektakel. Die Narren waren in der Überzahl, denn es wurden nur etwa 1500 Zuschauer gezählt, wohl wegen des windigen Wetters. Martin Flaiz, der den Umzug zusammen mit Reiner Schullian kommentierte, war als Thomas Gottschalk nach Gruol gekommen, um Asyl zu suchen, nachdem sein Haus in Florida abgebrannt ist.

Außer dem stark vertretenen Narrenverein Gruol mit Tanzgarde, Fransenbutzen und Feger, den Walburga-Hexen und den Schdonza-Bätschern freuten sich die Besucher über große Abordnungen aus der Nachbarschaft, so vom Aubenger Narrenverei, den Geislinger Hexen, den Erlaheimer Oachberg Hexen, den Storchen aus Weildorf samt Guggenmusik „Notenquäler“, den Schaiblin Hexen aus Stetten, den Kratna Hexa aus Ostdorf und der Lombakapell Stetten.

Das Besondere in Gruol sind aber die vielen privaten Gruppen. So waren aus dem „Senegal“ Gäste da, fuhren wilde „Boxautos“ umher, folgten die „Freihofbanditen“ den „Grazy-Frogs“ vom Volleyball und die „Moonshiner“ den „Kak-Tussen“ bis zur „Irrenanstalt vom Häselbühl“. Allein Geislingen war mit acht (!) Gruppen in Gruol vertreten.

Zudem waren weitere Narrenvereine zu Gast, so die Weilheimer Hutzlabäuch, die Molkekälble aus Isingen, die Sandsäcke aus Engstlatt, die Alemannen aus Rangendingen samt Lumpenkapelle Blechputzer, der Narrenverein Rosenfeld, die Narrenzunft Oberndorf 1998, die Gempleswater aus Wessingen, die Kübele Hannes aus Lautlingen, die Schwefelhexen aus Bebenhausen, die Weiher-Hexen aus Empfingen, die Feierdeifel aus Hechingen und die Bisinger Butzen.

Helden trotzen dem Sturmtief

Auch in Trillfingen fegte „Bennet“ über die Straßen. Aber die „Helden unserer Kindheit“, so das Motto des diesjährigen Umzugs, boten dem Sturmtief tapfer die Stirn. Zehn Gruppen zeigten beim Rosenmontagsumzug Flagge: der Fischereiverein, die Feuerwehr mit dem Thema „Bonanza“, der Gesangverein als „Pinocchios“, der Musikverein als „Meister Eder und sein Pumuckel“, der Radfahrverein als Pippi Lang­strümpfe, der Schützenverein als Robin Hood. Der Sportverein trat als Omas und Opas und das Jugendhaus boxte sich als Rocky Balboa durch. Das Zick-Zack-Zigeunerpack kam als Robin Hood und Aschenbrödel daher, die Trinkerfreunde waren als Batman mit Batmobil unterwegs und der Ausschuss des Narrenvereins imitierte diesmal den edlen Häuptling Winnetou.