Ringingen / Matthias Badura Die Wahlen der Einsatzabteilung Ringingen verliefen einhellig. Daneben ging es vor allem um einen Erweiterungsanbau.

Vor fünf Jahren habe man als „blutjunge“ Truppe begonnen, sagte, leicht nostalgisch gestimmt, der Ringinger Feuerwehrkommandant Michael Freudemann eingangs der Wahlen. Wie er meinte, sagen zu dürfen, habe sich diese junge Truppe – und mit ihr die Abteilung – gut entwickelt; sowohl im technischen wie auch im kameradschaftlichen Sinne. Man sei also bereit, noch einmal anzutreten.

Bereit? Man spürte: Freudemann und seine Leute wollen es wieder wissen; sie haben Freude an ihrem Ämtern; sind überzeugt, noch einiges bewegen zu können.

Die Truppe sieht es offenbar genauso. Der Kommandant und seine beiden Stellvertreter wurden in geheimer Wahl bestätigt, ebenso in offener Abstimmung der Ausschuss. Michael Freudemann bleibt Abteilungschef, als seine Stellvertreter walten auch im kommenden halben Jahrzehnt Johannes Baur und Michael Kraus.

Den Abteilungsausschuss besetzen wiederum Jörg Bogenschütz, Michael Löffler und Alexander Diez.

Neu ist indes Ralf Locher, der Andre Steinhart ersetzt. Steinhart will sich aus Zeitgründen einstweilen aus dem Ausschuss zurückziehen, bleibt der Wehr jedoch erhalten. Stefan Salscheider wurde zum beratenden Mitglied im Feuerwehrausschuss bestimmt. Als Vertreter im Gesamtfeuerwehrausschuss agiert wie bisher Johannes Baur. Auch die Kassenprüfer Josef Rach und Günther Salscheider bleiben im Amt.

Diskutiert wurde an dem Abend die geplante Erweiterung des Gerätehauses. Abteilungskommandant Martin Freudemann legte eine  sauber ausgearbeitete Skizze vor, die einen quadratischen Anbau an die südöstliche Ecke der Festhalle, Richtung Rausse vorsieht. Hier würden unter anderem Umkleidekabinen für Männer und für Frauen und eine Fahrzeughalle Platz finden. Die Fläche vor dem Gerätehaus bliebe erhalten. Dafür, argumentierte Freudemann, könne man Teile der bisher genutzten Räume in der Festhalle aufgeben und dem Fronmeister überlassen.

Ortsvorsteher Markus Weiß machte darauf aufmerksam,  dass die Höhe des Anbaus in die Hallenfenster hineinrage, das mache städtebaulich kein gutes Bild. Dessen ungeachtet wird der Dorfchef den Plan jetzt Torsten Bung, Stadtbauamt vorlegen, dann sollen Ortschaftsrat und Feuerwehr gemeinsam beraten. Anschließend wäre eine endgültige und verbindliche Planung möglich, so Weiß gegenüber der HZ.

Wie Weiß auch sagte, sind in diesem Jahr keine Haushaltsmittel für das Projekt eingestellt.  Sie müssen für 2020 beantragt werden. Dass der Bau aus dem Gemeindehaushalt und nicht aus Feuerwehrmitteln finanziert wird, steht für ihn außer Frage.

Wie im Übrigen aus den Jahresberichten zu vernehmen war, ist die Ringinger Wehr mit 34 Aktiven die zweitstärkste der Stadt. Die Altersabteilung zählt 13 Kameraden, die Nachwuchswehr drei Jugendliche. Insgesamt haben 24 Gruppen- und vier Gesamtproben stattgefunden. Der größte von sieben Einsätzen des vergangenen Jahres war ein Wohnhausbrand in Killer, zu dem Ringingen mit ausrücken musste.

Es ging aber auch fröhlich zu. Schriftführer Matthias Hipp erinnerte etwa an die Maihockete oder an den mehrtägigen Ausflug. Zufrieden äußerten sich auch die Gruppenführer Michael Kraus, Josef Dietrich und Johannes Baur.

Dagegen musste Kassierer Markus Arnold ein Minus vermelden – das dem Ausflug geschuldet war.

Lob vernahm die Abteilung aus dem Munde des Ortsvorstehers, der stolz auf seine Truppe ist. Auch Stadtkommandant Ilija Pilic zollte den Ringingern Anerkennung für ihren Ausbildungsstand und für ihr Engagement.

Ernennungen und Urkunden

Befördert Zu Oberfeuerwehrmännern wurden an dem Abend befördert: Michael Löffler, Mathias Hipp, und Andre Steinhart. Stefan Schoser, der verhindert war, wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt.

40 Jahre Mitgliedschaft Josef Hipp und Hans Maier erhielten eine Ehrenurkunde (Maier in Abwesenheit).