Ringingen An Kommunikation hapert’s noch

Ringingen / Matthias Badura 09.11.2018

Feuersbrunst in Ringinger Lai? Ein Aufgebot mehrerer Feuerwehrautos stand am Montagabend vor dem Haus 2, dem ehemaligen Einkaufsladen und Wohngebäude von Mia und Christian Kraus. Es blinkte und leuchtete, Löschwasser floss die Straße herab. Da ging es um alles – konnte man meinen. Aber beim näheren Hingucken bemerkte man dann schnell das Fehlen von Flammen und Qualm, auch zertrümmerte Autos oder eingestürzte Giebel sah man keine, und beim Herankommen grüßten die Wehrmänner die Neugierigen und Schaulustigen lässig. Keine Panik, alles nur eine Übung. Eine nächtliche Alarmübung, wie Stadtkommandant Ilija Pilic später erläuterte. Die Ringinger Wehr wusste, dass sie im Laufe der Woche einen Einsatzbefehl erhalten würde, unklar war nur, wann genau. Über die Kameraden von Burladingen brach der Alarm am Montagabend ohne Vorwarnung herein.

In der Nachbetrachtung bezeichnete der Ringinger Abteilungskommandant Michael Freudemann die Übung als Erfolg, 15 eigene Kräfte und 18 Mann aus Burladingen waren vor Ort. Im Inneren des Gebäudes, das in absehbarer Zeit abgerissen wird, waren drei Trupps zugange, draußen standen neben dem Ringinger Löschfahrzeug (TSF/W) das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), die Drehleiter und ein Tanklöschfahrzeug aus Burladingen. Auch Stadtkommandant Ilija Pilic drückte seine Zufriedenheit aus: Leitungsaufbau, Menschenrettung – es sei alles kontrolliert verlaufen. Die Kommunikation könnte indes noch besser sein, doch etwaige Mängel liegen nicht an den Wehrleuten, sondern daran, dass das alte ELW nicht mehr einsatzbereit ist. Allerdings, so Pilic, sei der Ersatz für die rollende Kommandozentrale schon beschlossen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel