Burladingen Am Montag Petrus gucken

Erster Tag der ZDF-Küchenschlacht. Petrus Basar mit Spitzenkoch Ralf Zacherl. Zu sehen am kommenden Montag.
Erster Tag der ZDF-Küchenschlacht. Petrus Basar mit Spitzenkoch Ralf Zacherl. Zu sehen am kommenden Montag. © Foto:  
MATTHIAS BADURA 21.11.2015
Nicht vergessen, wer Zeit hat: Am Montag, 14.15 Uhr, wirft sich der Burladinger Petrus Basar zum zweiten Mal in eine ZDF-Küchenschlacht. Er selber wird die Aufzeichnung mit Kollegen im Geschäft anschauen.

Bei der neuen Staffel der ZDF-Küchenschlacht, die am Montag um 14.15 Uhr anläuft, handelt es sich um ein "Weihnachts-Special", es werden an fünf aufeinander folgenden Tagen nur weihnachtliche oder in die Adventszeit passende Speisen gekocht. Eine zweite Besonderheit der Sendung ist, dass alle sechs Kandidaten schon in früheren Staffeln zu sehen waren. So auch Petrus Basar aus Burladingen. Er holte 2013 den Sieg und wurde dafür in der Sendung "Lafer, Lichter, Lecker" von den beiden Stars der Kochshow, den Spitzenköchen Johann Lafer und Horst Lichter, bekocht.

Die Küchenschlachten, die in der kommenden Woche von Montag bis Freitag im ZDF-Nachmittagsprogramm laufen, plus die Zusammenfassung, die am Samstag ausgestrahlt wird, sind längst im Kasten. Hamburg war der Drehort. Von daher wissen alle Beteiligten, wer gewonnen hat. Aber zu entlocken ist ihnen nichts. Zumindest Petrus Basar schweigt eisern über den Ausgang. Dazu, so erklärte der 20-Jährige gegenüber der HZ, habe er sich vertraglich verpflichtet. Außerdem sei es ja nicht mehr spannend, wenn er das Geheimnis lüfte.

Er selber wird die Aufzeichnung am Montag bei sich im Geschäft, bei Bizerba, wo er als Industriekaufmann arbeitet, zusammen mit Kollegten anschauen. "Wir haben die Mittagspause verschoben, sagt er. Und lacht: "Die Kollegen sind alle jetzt schon viel aufgeregter als ich." Überall werde er im Betrieb angesprochen, die Nachricht von der Sendung sei eigens noch im Intranet der Firma durchgegeben worden. Jeder drücke ihm die Daumen. Das, so Basar, mache ihn doch ein wenig stolz.

Wird er am Montag in der Fernsehstunde für die Kollegen kochen? Nein, das sei in der Form nicht möglich, meint der 20-Jährige. Aber er werde einen Kuchen mitbringen. Schokoladenkuchen, den esse er selber am liebsten.

Wie auch immer die Küchenschlacht kommende Woche endet, jetzt schon sei mit dem ZDF ein weiteres Projekt vereinbart. Doch auch darüber müsse er leider Stillschweigen bewahren. Was Basar aber verraten darf: Der Gewinner der neuen Staffel erhält 1500 Euro, die er - oder sie - für einen gemeinnützigen Zweck spenden darf.

"Falls ich gewinnen sollte, würde ich den Erlös dem Verein Save Our Soles - 1915.de zukommen lassen." Der Verein, erläutert Basar, setze sich für die Aufklärung des Völkermordes an Aramäern, Assyrern, Armenieren und Griechen ein, habe aber in letzter Zeit den Fokus seiner Arbeit auf Trinkwasserversorgung und Kleiderspenden für Kinder in Krisengebieten gelegt. "Der Verein wird außerdem ausschließlich von Jugendlichen geleitet."

Schließlich weist der Hobbykoch noch darauf hin, er sei auch auf Facebook mit einem eigenen Blog vertreten. In kurzer Zeit habe er rund 20 000 Menschen erreicht. "Neben eigenen Rezepten veröffentliche ich regelmäßig selbst gedrehte Videos mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nachkochen."

Ja, er ist bekannt und berühmt, der junge Burladinger. Und dabei völlig normal geblieben. Wahrscheinlich kommt er deshalb so gut auch bei den Starköchen und Moderatoren der ZDF-Küchenschlacht an.

Wer also Zeit hat, der schalte am Montagnachmittag den Fernseher ein und drücke Petrus Basar bei der ZDF-Küchenschlacht um 14.15 Uhr die Daumen!