Melchingen Am Freitag stellt der SWR "Sagenhafter Südwesten" im Theater Lindenhof vor

Melchingen / MATTHIAS BADURA 10.08.2016
Die SWR-Reihe „Sagenhafter Südwesten“ wird ab September ausgestrahlt. Erzähler der ersten Folge ist Lindenhof-Präsident Uwe Zellmer.

Am Freitag zog Lindenhof-Intendant Stefan Hallmayer gegenüber der HZ eine positive Spielzeitbilanz und freute sich schon rechtschaffen auf das sonntägliche Theaterfest zum Abschluss der Saison. Er freute sich zu Recht, mehrere Hundert Besucher kamen, ließen sich von Schauspielern gegrillte Rote  schmecken und durch das Theater führen. Auf einem Flohmarkt  konnte man Krimskrams erstehen, aber auch exquisite Requisiten aus dem Theaterfundus erhaschen. Nun sollte eigentlich Pause sein, wenngleich Stefan Hallmayer schon angedeutet hatte, er selbst werde – oder müsse – auch in den Ferien ein wenig fürs Theater da sein. Ob er schon gleich am Freitag wieder präsent ist? Es sei dahingestellt, auf jeden Fall herrscht am Freitag im gerade erst verwaisten Theater erneut Betrieb. Im Saal wird die erste Folge der  SWR-Senderreihe „Sagenhafter Südwesten“ gezeigt. Darin tritt der Lindenhof-Präsident und Mitgründer des Theaters, Uwe Zellmer, als Erzähler auf.

Im Fernsehen wird „Sagenhafter Südwesten“ ab Freitag, 2. September, regelmäßig im SWR ausgestrahlt. In der Reihe stellen die Produzenten Orte und Regionen Baden-Württembergs von ihrer geheimnisvollen Seite vor. Erzähler wie Uwe Zellmer, die eng mit Sagen und Legenden ihrer Heimat verbunden sind, spannen einen Bogen zwischen einst und heute. Die geschichtlichen Ereignisse werden authentisch in historischen Kostümen und an Originalschauplätzen aufwendig inszeniert.

Gedreht wurde für die erste sagenhafte Folge auf zwei sagenhaften Erhebungen: auf dem Salmendinger Kornbühl und auf dem Melchinger Himmelberg. Von hier aus wird er mit großen Kopfsprüngen in die schwäbische Sagenwelt eintauchen, etwa bis auf den Grund des Blautopfs zur Schönen Lau.

Eine weitere SWR-Dokumentarfilmpremiere gibt es im Rahmen des Theaterfestes zum Spielzeitstart am 10. und 11. September zu sehen. Dann können Besucher vorab „Das Theaterwunder“ von der Alb erleben. Im Fernsehen ist die Produktion erst am 29. September zu sehen.

Für die Lindenhöfler wird es da schon hektisch, denn am 15. September geht die Premiere  von „We shall overcome – ein Pete-Seeger-Abend“ in der  Mössinger Pausa über die Bühne. Das Stück aus der Feder von Heiner Kondschak zeichnet das Leben des 1919 geborenen Bürgerrechtlers und Friedensaktivisten nach und zeigt erstaunliche Bezüge zur deutschen Demokratiewerdung. Bis 3. Oktober sind zehn Termine vorgesehen, wobei die ersten Vorstellungen ausverkauft sind. Nachfragen lohnt sich trotzdem, das Kartentelefon des Lindenhofs ist ab 1. September wieder besetzt.

Am 26. Oktober treibt „Konrad Kujau – ein echter Fälscher“ erstmals im heimatlichen Lindenhof sein Unwesen, nachdem das Stück um den Hitlertagebuchfälscher für Bietigheim entwickelt wurde und dort bereits viel umjubelt über die Bühne ging. Was ist Wahrheit, was ist Fälschung? Wollen wir nicht zuweilen angelogen werden? Ausgedacht hat sich das Spiel der Täuschungen  Franz-Xaver Ott.

Insgesamt eingeplant sind für die Saison – einschließlich eines Tübinger Sommertheaters 2017  – sieben Premieren. Hinzu kommen Wiederaufnahmen wie „Wohin des Weges“.