Fernsehen Trigema-Affe Charly kehrt ins Werbefernsehen zurück

Der Trigema-Affe Charly kehrt ins Werbefernsehen zurück. Allerdings nicht mehr als lebender Schimpanse, sondern als Computeranimation. Laut Firmenchef Wolfgang Grupp sei er immer wieder auf den Affen angesprochen worden, nachdem der im neuen Werbespot keinen Auftritt mehr hatte. Mit auf dem Bild Wolfgang Grupp junior und Bonita Grupp (v.l.).  Archivfoto
Der Trigema-Affe Charly kehrt ins Werbefernsehen zurück. Allerdings nicht mehr als lebender Schimpanse, sondern als Computeranimation. Laut Firmenchef Wolfgang Grupp sei er immer wieder auf den Affen angesprochen worden, nachdem der im neuen Werbespot keinen Auftritt mehr hatte. Mit auf dem Bild Wolfgang Grupp junior und Bonita Grupp (v.l.). Archivfoto © Foto: Archivfoto
Matthias Badura 25.10.2016

Das Burladinger Textilunternehmen Trigema reaktiviert seinen Werbeaffen Charly fürs Fernsehen. Die erste Version eines Werbeclips mit dem Schimpansen lief ab 1990 regelmäßig samstags vor der „Sportschau“ in der ARD, später direkt vor der Tagesschau. Seit 1996 trat Geschäftsführer Wolfgang Grupp persönlich in der Fernsehwerbung zusammen mit Charly auf.

Schnatternd und quasselnd legte Charly den Zuschauern nahe, die Produkte der Firma von der Alb zu kaufen. Später zierte er dann auch Firmenwagen, T-Shirts, Tassen, Tüten und Aufkleber des Modeherstellers. Letztes Jahr wurde er dann fürs Fernsehen ausgemustert. Im neuen Trigema-Clip, der nun auch auf RTL und Pro 7 läuft, war er nicht mehr zu sehen.

Er thront auch weiterhin

Ganz von der Bildfläche verschwand der bebrillte Hemd- und Krawattenträger jedoch keineswegs. Er thronte und thront noch immer in Burladingen am Ortseingang weithin sichtbar über dem Trigema-Testgeschäft auf dem Tankstellendach. Auch stand er Namenspate für das Firmenluftschiff, das bei der Montgolfiade in Warstein im Beisein des Liverpooltrainers Jürgen Klopp getauft wurde (die HZ berichtete). Und er ziert den Bug des Luftschiffes, das seit einigen Monaten über vielen Stellen Deutschlands seine Kreise zieht.

Nun kehrt Charly ins Fernsehen zurück, er wird an das Ende des neuen Clips angehängt. Allerdings nicht mehr als lebender Primat, sondern als digitale Computeranimation. Was Tierschützern möglichen Wind aus den Segeln nehmen dürfte.

Wie kam es zu dem Comeback? Firmenchef Wolfgang Grupp sagt, er sei immer wieder auf Charly angesprochen worden. Da lag der Gedanke natürlich nahe.

Ursprünglich wurde der Affe für einen Großkonzern als Werbeträger erstellt. Doch der war zuletzt nicht mehr an der Idee interessiert. So schlug der Produzent der Firma Trigema vor, die Nutzungsrechte für die Schimpansenaufnahmen zu übernehmen und sie mit einer eigenen Tonspur zu unterlegen. Da der Affe den Mund voller Nüsse hatte, kaute er beständig, was wie eine Sprechbewegung anmutet. Es musste daher lediglich das Firmenlogo eingeblendet und ein passender Text aufgenommen werden.

Den Namen Charly soll das Maskottchen von den Grupp-Kindern erhalten haben, die seinerzeit Fans der ZDF-Serie „Unser Charly“ waren. Der Hauptdarsteller dort war selbstverständlich auch ein tierisch sympathischer Geselle: ein Schimpanse.