Burladingen Ära Hammermeister ist zu Ende

Die 17 Burladinger Jungparlamentarier nach ihrer konstituierenden Sitzung mit Bürgermeister Harry Ebert (links), Sylvia Kranz (3. v. l.), Rosi Steinberg (5. v. l.), Ingeborg Girdler (rechts), Natascha Strobel (2. v. r.), Simon Pfister (3. v. r.) und Alexander Schülzle (5. v. r.). Foto: Vera Bender
Die 17 Burladinger Jungparlamentarier nach ihrer konstituierenden Sitzung mit Bürgermeister Harry Ebert (links), Sylvia Kranz (3. v. l.), Rosi Steinberg (5. v. l.), Ingeborg Girdler (rechts), Natascha Strobel (2. v. r.), Simon Pfister (3. v. r.) und Alexander Schülzle (5. v. r.). Foto: Vera Bender
Burladingen / VERA BENDER 06.12.2013
Das neue Jugendparlament hat sich konstituiert: mit 17 größtenteils neuen Mitgliedern, die aber erst in einer Woche ihre Vorsitzenden wählen werden.

Hätte der inzwischen 21-jährige Vorsitzende Jörg Hammermeister nur eine Woche später Geburtstag gehabt, so hätte er sich wieder für die Wahl zum Burladinger Jugendparlament aufstellen lassen können. So aber saß er zum letzten Mal auf dem Chefsessel im Sitzungssaal des Burladinger Rathauses.

Die ersten drei Jahre war Hammermeister stellvertretender Vorsitzender, dann Vorsitzender, und auch künftig wird er den Neuen beratend zur Seite stehen, versicherte er am Mittwoch. Schließlich sei Politik sein Steckenpferd, so das Vorstandsmitglied der Jungen Union Burladingen. Viel hat er in den sechs Jahren bewegt, reichlich Kontakte geknüpft und das Parlament in der Öffentlichkeit präsentiert. Seine politische Karriere wird sicher in irgendeiner Form weitergehen.

Dem Gremium erhalten bleibt - neben Stimmenkönigin Dilan Ünlü - die stellvertretende Vorsitzende Laura Herrmann, die mit 19 Jahren schon zwei Amtsperioden hinter sich und damit entsprechend Erfahrung hat. "Ihr werdet viel mitnehmen und von eurer Arbeit profitieren", prophezeite nicht zuletzt auch Bürgermeister Harry Ebert in seiner Ansprache an die neu Gewählten. Die Unterstützung der Gemeinderäte sei den Jungparlamentariern sicher. Schließlich machten dies die anwesenden Gemeinderäte persönlich deutlich: Simon Pfister, Rosi Steinberg und Alexander Schülzle.

"Ohne Sylvia wäre das Jugendparlament aufgeschmissen", würdigte Hammermeister die Verdienste von Sylvia Kranz, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Aber auch Natascha Strobel vom Kinder- und Jugendbüro sowie Gymnasiallehrerin Ingeborg Girdler stehen dem Gremium mit Rat und Tat zur Seite.

"Haltet zusammen", gab Girdler den 17 Jungen und Mädchen mit auf den Weg. Sie werden eine Amtszeit von zwei Jahren haben, da erst im Herbst eine Satzungsänderung diese Reduzierung von ursprünglich drei Jahren herbeigeführt hat. Den oder die Vorsitzende sowie die Stellvertreter und Mitglieder der Ausschüsse wird das Jupa erst am nächsten Freitag, 13. Dezember, wählen, wenn sich die Neulinge untereinander besser kennen gelernt und einen tieferen Einblick in die Aufgaben gewonnen haben.

Ihre Ziele formulierten sie dennoch: Neues auf die Beine stellen, frischen Wind ins Gremium bringen, diszipliniert arbeiten, für mehr Freizeitmöglichkeiten sorgen, die Kameradschaft fördern, eine gute Zeit und viel Spaß haben - ach ja, und ganz konkret einen Fahrradständer fürs Schulzentrum anschaffen. Bewährtes will man selbstverständlich fortführen. So ist die Tour de Burladingen quasi ein Selbstläufer und über die Region hinaus bekannt, so dass nicht nur Teilnehmer aus der Schweiz anreisen, sondern auch andere Gemeinden diese ganzjährig ausgeschilderte Fahrradstrecke kopieren, wie Ebert und Hammermeister stolz erklärten.

"Die Jugendlichen der Stadt schauen auf euch und haben Erwartungen an euch. Diese müsst ihr allerdings selbst herausfinden und auf die Jugendlichen zugehen", machte der Bürgermeister deutlich, der den Scheidenden eine Urkunde überreichte. Auch zwei der stellvertretenden Vorsitzenden sind darunter: Sebastian Krüger und Sarah Schuler. Das letzte Jugendparlament bestand ursprünglich aus 21 Mitgliedern, von denen gegen Ende der Amtszeit freilich nicht mehr alle den nötigen Einsatz gezeigt haben.

Insgesamt 22 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 20 Jahren durften gewählt werden. Im neuen Parlament sind vertreten: Dilan Ünlü, Nicole Heinzelmann, Tobias Bender, Thomas Hochländer, Jerance Lebon, Sebastian Flad, Süleyman Mutlu, Halilcan Tercan, Laura Herrmann, Elena Baur, Ilayda Karakayali, Albijan Selmonaj, Maurice Gebauer, Chantal Knör, Sara Castiglione, Moiez Shafiq und Kevin Buchberger.