Annegret Liebmann wird neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Burladingen, Dekanat Balingen. Der genaue Zeitpunkt ihres Stellenwechsels ist momentan noch offen. Die 53-Jährige studierte in Marburg, München und Tübingen evangelische Theologie und ist seit 2006 im zweiten Pfarramt in der evan­gelischen Lukaskirchengemeinde in Ulm tätig.

In ihre Zeit als Pfarrerin auf dem Eselsberg fielen einige Veränderun­gen. Bereits 2007 machten Stellenreduzierungen im  Pfarrdienst und Diakonat eine Neustrukturierung erforderlich. Seit 2008 folgten für sie lange Vakaturvertretungen. Auch die Erarbeitung einer Immobilienneukonzeption mit dem Verkauf des Gemeinde­zentrums Arche gehörte dazu. Und schließlich stand der Neu- und Umbau des Gemeindezentrums Lukas in den Jahren 2013/14 auf dem Programm. Zusammen mit dem Kirchengemeinderat und vielen Mitarbeitern in Haupt- und Ehrenamt stemmte die Lukasgemeinde diese Aufgaben sehr gut. Pfarrerin Liebmann arbeitete von Anfang an aktiv beim Aufbau des ökumenischen Besuchsdienstes am Eselsberg mit. Den Konfirmandenunterricht in der 3. Klasse baute sie aus, so dass er zwi­schenzeitlich zum festen Bestandteil kirchlicher Angebote auf dem Eselsberg gehört. „Ich möchte, dass Kindern Kirche Spaß macht, zusammen mit ihren Familien“, erklärt die Pfarrerin, der es immer wichtig war, Kinder aktiv in den Familiengottesdiensten zu beteiligen.

Als ihren Schwerpunkt sieht sie immer schon die klassische Gemeindearbeit: Gottesdienst, Seelsorge und Unterricht. Sie erteilte gerne Religionsunterricht in den verschiedenen Grundschulen auf dem Eselsberg, und Menschen in ihren ganz unterschiedlichen Lebenslagen zu begleiten, war ihr ein Her­zensanliegen. Sie hörte immer gut zu und blickt auf viele schöne, aber auch schwere Situationen zu­rück, in denen sie Menschen begleitete und versuchte, ihnen wieder Mut und Kraft zu geben. „Viele schwere Schicksale habe ich geteilt, und ich bin dankbar, dass so viele Türen auf dem Eselsberg immer offen für mich waren.“ Sie war sehr gerne in Ulm, betont sie, und schätzt gerade auch die gute Zusammenarbeit mit den Kol­leginnen und Kollegen, aber auch in der ganzen Stadtgesellschaft. „Vieles an Beziehungen ist gewach­sen, und ich werde das alles sicherlich erst mal vermissen“, sagt sie. „Aber jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…, Sie wissen ja…!“ Und so freut sie sich auf ihre neue Aufgaben im Zollern­albkreis. Burladingen und Umgebung sind tra­ditionell katholisch geprägt. „Die Arbeit in der Diaspora stellt eine besondere Herausforderung dar, aber eine sehr schöne“, sagt die Pfarrerin, die auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen ist und Land und Leute dort gut kennt und sehr schätzt.

Sie freut sich auf die ökumenische Zusammenarbeit, möchte aber genau so gerne das evangelische Profil der Gemeinden vor Ort stärken. „Und manches Kleinod ist dort auch noch zu entdecken“, fügt Pfarrerin Liebmann hinzu und ist gespannt, was rund um Burladingen auch kulturell und touristisch neu belebt und erschlossen werden kann. „Ich habe schon einige Ideen“, schmunzelt sie und hofft auf engagierte Kooperationspartner.