Neubau Bürgerzentrum für neues Wohnquartier im Bodenfeld

Dekan Rolf Ulmer, OB Guido Till, Pfarrer Ekkehard Käss und Architekt Peter-Michael Dauner schnitten das rote Band durch.
Dekan Rolf Ulmer, OB Guido Till, Pfarrer Ekkehard Käss und Architekt Peter-Michael Dauner schnitten das rote Band durch. © Foto: privat
Göppingen / NWZ 05.10.2018

60 neue Wohnungen sind im Bodenfeld  auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Berner gleich beim Freibad entstanden. Nun haben die Bewohner des Stadtteils auch einen neuen Kirchsaal und einen Kindergarten. Mit einem Gottesdienst mit dem evangelischen Dekan Rolf Ulmer hat die Kirchengemeinde die beiden Einrichtungen eingeweiht. Vor vier Jahren hatte sich die Gemeinde entschlossen, die zu groß gewordene Martin-Luther-Kirche an die syrisch-orthodoxe Gemeinde St. Jakob zu verkaufen. „Ich bin froh darüber, dass die neue Eigentümerin, die Gemeinde St. Jakob, das Gebäude als Kirche weiter nutzt und damit den eigentlichen Zweck weiterführt“, meinte Rolf Ulmer in seiner Predigt.

„Mit dem Bau dieses Gemeindezentrums haben wir versucht auszudrücken, dass die Martin-Luther-Gemeinde wichtig ist“, weshalb man den Menschen die Möglichkeit gebe, im Gemeindezentrum zusammenzukommen, Gottesdienste zu feiern, Gemeinschaft und Geselligkeit zu haben, sagte Ulmer mit Blick auf den aufwendigen Bau laut einer Pressemitteilung. Die Martin-Luther-Gemeinde betreibt gleich nebenan einen weiteren Kindergarten. Oberbürgermeister Guido Till und der Architekt des Neubaus, Peter-Michael Dauner, weihten ihn mit dem Durchschneiden des Bands offiziell ein.

Zuvor waren alle Interessierten zur Podiumsdiskussion über das Bodenfeld eingeladen. Unter dem Titel: „Was verbindet sie mit dem Bodenfeld?“, standen der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till, Michael Schäfer als Vertreter der städtischen Wohnbau, die Rektorin der Bodenfeld-Grundschule Margrit Arnold-Kunzweiler sowie die Kirchengemeinderätin Monika Maier im Dialog über ihre Arbeit im und mit dem Bodenfeld.

Michael Schäfer sagte: „Ich selbst bin im Bodenfeld eingeschult worden, durfte hier einige Jahre meiner Kindheit wohnen und mit meiner Oma immer zum Blumen Berner gehen, denn es nicht mehr gibt“. Der Geschäftsführer meinte, er glaube an die positiven Veränderungen, die Neubauten im Bodenfeld bringen.

Grundschulrektorin Margit Arnold-Kunzweiler erzählte, sie habe im persönlichen Umgang mit den Menschen im Bodenfeld gelernt, Leute nicht nach Äußerlichkeiten oder Klischees zu bewerten. Wichtig sei, es gebe nicht „die Deutschen, die Italiener, die Türken, es gibt nicht die Christen, nicht die Muslime, und es gibt vor allem nicht die Ausländer, nicht die Geflüchteten“, meinte die Rektorin.

Wo das Bodenfeld im Moment stehe, sprach Oberbürgermeister Till an: Was man ganz deutlich sagen müsse, sei die Tatsache, „dass die Bodenfelder so viel fremde Kultur, so viel fremdes Leben, das gekommen ist, getragen haben.“ Ein auf Familien ausgerichteter, sozialer Wohnungsbau sei für ihn deshalb wichtig, „dass sie sich hier wirklich auch ansiedeln und ihre Zukunft gestalten können“.

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