Kirchheim Zweifache Luftmessung

Seit Anfang Dezember betreibt die Gemeinde Kirchheim eine eigene Abgasmessstation an der B 27 in der /Lauffener Straße. Die Daten sind allerdings amtlich nicht verwertbar.
Seit Anfang Dezember betreibt die Gemeinde Kirchheim eine eigene Abgasmessstation an der B 27 in der /Lauffener Straße. Die Daten sind allerdings amtlich nicht verwertbar. © Foto: Martin Kalb
Kirchheim / Von Uwe Deecke 12.02.2019

Seit Kurzem misst die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) auch in Kirchheim. Die Gemeinde hat bereits eine eigene Messstation an der Lauffener Straße aufgestellt, an der Besigheimer Straße überprüft die LUBW zunächst für drei Monate die Konzentration von Stickoxiden und Feinstaub.

Schön länger gibt es die eigene Anlage an der alten Schule, die die Kommune selbst angeschafft hat. „Sie ging Anfang Dezember in Betrieb“, erklärt Kirchheims Bürgermeister Uwe Seibold, gekostet habe sie gerade einmal 150 Euro im Fachhandel. Sie liege in der Tallage vor der Steigungsstrecke und sei deshalb gut positioniert, die Daten seien allerdings nicht amtlich verwertbar.

Nun hat das Land aus vielen Bewerbungen 40 neue Messpunkte in der Nähe von Straßen festgelegt, an denen seit Januar die Konzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub ermittelt wird. An allen seien die äußeren Bedingungen wie Wind und Verkehrsdichte so, dass die Grenzwerte überschritten werden könnten, teilte die Behörde im Rahmen der Bekanntmachung mit. Nach der dreimonatigen Testphase werde  dann entschieden, wo weiter gemessen wird und wo nicht.  Insgesamt wird die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid bisher bislang an 68 offiziellen Messpunkten im Land ermittelt, 40 davon an stärker befahrenen Straßen, der Rest in Wohngebieten oder auf dem Land.

Kritik an den LUBW-Messpunkten gab es in der Vergangenheit an den Standorten der amtlichen Messung, wenn etwa keine Luftströme an die Stationen gelangten. In Kirchheim sind die Voraussetzungen mit dem Standort besser, doch die Daten des LUBW sind noch nicht online. Dagegen sind die Daten des „Ok Lab Stuttgart“ mit seinem „Citizen Science Projekt“ seit Längerem abrufbar. Darin zeigt sich eine überdurchschnittliche Belastung gegenüber den umliegenden Kommunen, vor allem an Wochentagen. Im 24-Stunden-Mittel wurde zuletzt ein Wert von bis zu 62 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen. Im Vergleich dazu lag Bönnigheim bei 46 und Bietigheim bei 52 Mikrogramm. Daten  gibt es online:

https://maps.luftdaten.info/#12/49.0379/9.1717

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