Bönnigheim Yoga-Abteilung wurde 1978 zum Selbstläufer

Seit 40 Jahre gibt es in Bönnigheim die Yoga-Gruppe. Neben den fernöstlichen Übungen wurde das Angebot auf Teeseminare, Fastenwochen, Qigong und mehr erweitert.
Seit 40 Jahre gibt es in Bönnigheim die Yoga-Gruppe. Neben den fernöstlichen Übungen wurde das Angebot auf Teeseminare, Fastenwochen, Qigong und mehr erweitert. © Foto: Ines Schmiedl
Bönnigheim / Susanne Yvette Walter 06.02.2019

Marianne Sartorius, die Leiterin der Yoga-Abteilung ist stolz, dass sie so viele treue Teilnehmer in ihren Reihen hat und auch die Yogalehrerin Beate Heckel hatte vor 14 Jahren, als sie in Bönnigheim anfing, Yoga zu unterrichten, einen leichten Start. Damals schon war die Abteilung eine routinierte Einheit aus Teilnehmern, die alle vom selben Geist erfüllt waren. „Der Start vor 14 Jahren fiel mir leicht. Ich traf auf sehr erfahrene und disziplinierte Übende. Wegen der herzlichen Offenheit fühlen sich auch neue Mitglieder sehr wohl. Jeden Mittwoch praktizieren Teilnehmer unterschiedlichsten Alters miteinander Yoga, jeder seinen Möglichkeiten entsprechend“, erzählt Heckel.

Die Idee, eine Yoga-Gruppe zu gründen wurde in Bönnigheim im Jahr 1978 zum Selbstläufer. Wo anderen Orts noch nicht die Rede von fernöstlichen Meditationstechniken war, da kamen die Bönnigheimer schon zum Infoabend zusammen und beim ersten Übungsabend im Jahnsaal habe es noch gar keine offizielle Abteilung gegeben. Mit 62 Teilnehmern fand erst im Anschluss die Gründungsveranstaltung statt. Nicht viel später wurde dann eine zweite Gruppe mit 24 Teilnehmern eingerichtet.

Wachsendes Angebot

Auch das Angebot wuchs mit der Zeit: Es gab nicht nur Yoga-Einführungskurse, sondern auch Teeseminare, Fastenwochen, meditative Tänze, Qi Gong Kurse. Die Teilnehmer bekamen einen Einblick in die homöopathische Hausapotheke und lernten eine Menge über Fußsohlenreflexmassagen und Schüsslersalze. „Es gab Vorträge über makrobiotische Ernährung, Elektrosmog und seine Auswirkungen, einen Vortrag über Pilze und einen über den Einfluss von Farben auf unser Wohlbefinden“, erzählt Marianne Sartorius. „Seit 1981 existiert auch ein Festausschuss, der dafür zuständig ist, Kaffeekränzchen im Freien auf dem Stückle bei Gerda Stier abzuhalten oder gemeinsame Abendwanderungen“, sagt Sartorius. Sie schwärmt noch heute von einem Highlight aus dem Jahr 1981. „Damals erhielt unsere Gruppe eine Woche Yoga im Freien mit Löwenschrei im Gemeindehausgarten“, weiß sie noch genau. Bei der Yoga-Übung der Löwe wird das Gebrüll nachgeahmt, um die Gesichtsmuskeln zu aktivieren. Ein weiterer Höhepunkt war ein Kurs mit Liesel Goltermann aus Pfullingen, einer Koryphäe im Yoga. „Die Kurse dienten natürlich auch dazu, unsere Kassen zu füllen, um ein finanzielles Pölsterchen anzulegen. So sind wir in der Lage, dank unserer seit Jahrzehnten tätigen Kassiererin Inge Burk unsere Ausgaben zu meistern“, erklärt die Leiterin. Zwischenzeitlich wurden rutschfeste Matten angeschafft, Gurte und Klötze, die im Unterricht nützlich sind.

Natürlich unternimmt eine Gruppe, die so gesundheitsbewusst ist wie diese, auch gemeinsame Reisen und Ausflüge und zwar nicht ins Fünf-SterneHotel, sondern auf Wegen, die der psychischen und der physischen Gesundheit dienen. In den 40 Jahren ihres Bestehens ist die Gruppe zum Beispiel nach Frankreich aufgebrochen und es gab eine ganze Reihe von Vorständen, die die Gruppe inhaltlich geführt haben. Doch immer blieb die Yoga-Gruppe eine Abteilung des TSV und das aus gutem Grund: „Es ist einfach angenehm, sich in einem größeren Rahmen zu bewegen und dort angegliedert zu sein“, bringt es Marianne Sartorius auf den Punkt.

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