Workshop Weltreligionen hinterfragen und verstehen

Die jungen Teilnehmer am Workshop im PKC Freudental.
Die jungen Teilnehmer am Workshop im PKC Freudental. © Foto: PKC
Freudental / bz 12.04.2018

Insgesamt elf Kinder im Alter von acht bis 12 Jahren beteiligten sich am Workshop „Junges PKC“ im Pädagogisch-Kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental (PKC). Organisiert von der FSJ’lerin Elena Jäger ging es von Freitag bis Sonntag diesmal rund ums Thema „Die 3 Weltreligionen“. Begonnen wurde mit einer Schnitzeljagd durch das Freudental des 19. Jahrhunderts, bei der die gestohlene Mitra des Erzbischofs von Erthal wieder gefunden werden musste. Am Abend folgte ein Religionsquiz.

Am Samstag folgte die Theorie: Alle Kinder durften ihre Fragen und Einfälle zum Thema Weltreligionen aufschreiben. Was wird an Pfingsten gefeiert? Wieso dürfen Juden am Samstag keinen Aufzug fahren? Und wer hat Religion eigentlich erfunden? Wichtig war die Erkenntnis, dass das Christentum, Judentum und der Islam gar nicht so unterschiedlich sind, was auch die Bezeichnung „Abrahamitische Religionen“, zeigt. Denn alle haben denselben Ursprung bei Abraham, heißt es in einer Mitteilung des PKC. Vielen anderen Themen kam die Gruppe im Laufe des Tages kreativ auf die Spur.

 Am Nachmittag wurde es spannend: Nach einer Kugel Eis stand ein Besuch in der Moschee Kirchheim an. Der Vorsitzende Özkan Öztürk führte die Kinder zunächst in den Gebetsraum. Mit der einzigen Regel, die Schuhe auszuziehen, durften die Kinder jede Ecke begutachten, anfassen und alle Fragen stellen. Um 17.09 Uhr fand das tägliche Nachmittagsgebet statt. Die Teilnehmer durften sich mitten in den Raum setzen und live dabei sein. Nachdem die Gruppe anschließend durch alle Räumlichkeiten geführt wurde, gab es  draußen in der Abendsonne eine leckere Stärkung auf türkische Art. Satt, beeindruckt und dankbar über die Gastfreundschaft ging es zurück nach Freudental. Der anstrengende Tag endete mit einem Filmabend. Danach fiel es den meisten nicht schwer, sich an die Nachtruhezeiten zu halten.

Präsentation der Projekte

Am letzten Tag stand die Präsentation der erarbeiteten Projekte an: Mit Theater, Medieneinsatz und gemalten Comics präsentierten die Kinder ihre Themen. Der Konsens am Ende war eindeutig. „Wir haben viel gelernt und dennoch viel Freizeit gehabt“, schreibt das PKC.