Der Reit- und Fahrverein Bönnigheim soll in diesem Jahr nach Hofen umziehen. Im Gemeinderat wurde dafür mit dem Entwurfsbeschluss zum Bebauungsplan „Sondergebiet Reitsport“ nun eine weitere Hürde genommen. Als Ersatz für die alte Fläche im Schlossfeld konnten bereits alle nötigen Grundstücke am „Wäldle“ bei Hofen erworben werden. Sie sollen dem Reitverein zur Verfügung stehen, der seinen angestammten Platz für die Erweiterung der Hohenstein Institute räumen muss (die BZ berichtete).

Nötig wurde dabei ein „Zielabweichungsverfahren“, denn die Fläche bei Hofen liegt in einem regionalen Grünzug und soll nun anderweitig genutzt werden. Dies konnte im August 2017 abgeschlossen werden, nachdem ein öffentliches Interesse besteht, sodass ein Bebauungsplan des „Sondergebiets Reitsport“ überhaupt möglich war.

Ausgleichmaßnahmen nötig

Aus der bisherigen Beteiligung im Verfahren ergaben sich keine Anregungen aus der Bürgerschaft, lediglich seitens der Träger öffentlicher Belange. Es wurden Pflanzgebote und extensive Dachbegrünung bei Flachdächern festgesetzt. Das reicht jedoch nicht aus, sodass im Umweltplan weitere Ausgleichsmaßnahmen erforderlich werden. Es wird eine Streuobstwiese am östlichen Rand von Hofen sowie eine Obstbaumreihe südlich des Wohngebiets „Schlossfeld II Süd“ angelegt.

Zudem sollen für die nötigen Ökopunkte die Trockenmauern am Hohensteiner Friedhof saniert werden. Für die gefundenen Feldlerchen muss eine Buntbrache umgesetzt werden. Abstand halten muss die Bebauung vom kleinen Waldstück, das als Naturdenkmal eingestuft wurde.

Die Erschließung soll vom Kleintierzüchterverein von Osten her erfolgen, erklärte Andreas Tiefau vom Planungsbüro KMB aus Ludwigsburg au der Sitzung. Am 13. März ist zum neuen Bebauungsplan für das Sondergebiet eine öffentliche Infoveranstaltung geplant.

Der Gemeinderat hatte keinerlei Bedenken zu den Plänen und stimmte dem Entwurf einstimmig zu.