Im Jahr 1999 wurde das ehemalige Forstgefängnis restauriert und zur Nutzung als Museum Sophie La Roche im Obergeschoss und zur Vinothek im Erdgeschoss umgebaut. Wie Peter Knoll, Leiter des Fachbereich 4 Bauen und Planen, in der Sitzung des Technisches Ausschusses vergangene Woche erläuterte, stehen jetzt Erhaltungsmaßnahmen für die Bausubstanz an: Auf der Nordseite löst sich im Sockelbereich der Außenputz vom Mauerwerk. Hier wurde im Jahr 2016 bereits ein Sanierputz neu angebracht. Durch die Salze im Mauerwerk löst sich der Oberputz vom Grundputz und muss dadurch wieder saniert werden. An der Fassade sind Risse entstanden, die Holzelementen und Natursteinleibungen zeigen Witterungsschäden. Türen, Fenster, Balustrade, Klappläden, Trauf und Ortgangbretter brauchen einen neuen Anstrich, teils sind Holzteile zu erneuern.

Die Natursteinleibungen der Außentüren im Erdgeschoss sanden stark ab, eine Teilausbesserung des Steines ist deshalb notwendig. Im Obergeschoss haben sich Rillen beziehungsweise Risse an den Naturstein-Fensterbänken gebildet. Hier könne Feuchtigkeit und Niederschlag mühelos eindringen, ein Austausch und Einschieben eines neuen Steines ist erforderlich.

Im Innenbereich der Vinothek müssen Wände und Decken neu gestrichen werden, außerdem muss die Eingangstüre zum Treppenhaus durch einen Schreiner überarbeitet werden, damit die Türe wieder dicht schließt. Auch im Sophie-La-Roche-Museum im Obergeschoss brauchen die Wände und Decken einen Neuanstrich. Der Riemenboden muss abschliffen, grundiert und gewachst werden. Da sich an den Fenstern die Verkittung löst und die Fensterbänke abgenutzt sind, sind auch hier Sanierungsarbeiten nötig.

Der Technische Ausschuss stimmte den vorgeschlagenen Sanierungsarbeiten zu. Bei der Anregung der Freunde der Vinotheka nach einer Schallschutzdecke im Verkostungsraum, schloss das Gremium der Verwaltungsempfehlung an, nach der diese nach Kosten-Nutzen-Abwägung diese nicht vorgesehen sei.

Das städtische Bauamt rechnet mit Kosten von 34 000 Euro für die Sanierungsarbeiten. Die Ausschussmitglieder erhöhten die Summe auf 35 000 Euro, und empfahlen dem Gemeinderat diese Investitionssumme im Haushaltsplan 2020 bereitzustellen.