Umbau Vier Zimmer und ein Seminarraum

Das gelbe Haus links in der Strombergstraße 21 soll abgerissen und neu gebaut werden. Somit entsteht mehr Platz für das PKC, genauer vier Zimmer und ein Seminarraum.
Das gelbe Haus links in der Strombergstraße 21 soll abgerissen und neu gebaut werden. Somit entsteht mehr Platz für das PKC, genauer vier Zimmer und ein Seminarraum. © Foto: Helmut Pangerl
Von Ifigenia Stogios 26.06.2018

Kurz vor der Sitzung des Kultur- und Schulausschusses des Kreistags in Freudental konnten die Anwesenden am Montag das Haus in der Kronbergstraße 21 – direkt links vor dem Eingang des Pädagogischen-Kulturellen-Centrums (PKC ) Ehemalige Synagoge – besichtigen. 2015 hat es der Landkreis erworben. Bisher stand es leer. Das Gebäude wurde 1955 auf dem Grundriss eines Wirtschaftsgebäudes errichtet. Schon beim Betreten des Hauses, wurde klar, wie Baumamtleiter Alois Braunmiller bestätigte, dass eine Renovierung zu schade „um jeden Euro“ ist.

Stattdessen wird das alte Haus, das direkt an das PKC angrenzt, abgerissen und neu gebaut. Auf diese Weise erhält das Zentrum vier Zimmer mehr für Gäste und einem zusätzlichen Seminarraum. Dem hat der Kultur- und Schulausschuss zugestimmt.

Zur Zeit verfügt das PKC über sieben Doppel- und vier Einzelzimmer. Als Seminarraum wird  bisher die ehemalige Synagoge genutzt.

Neuer Seminarraum entsteht

Architekt Klaus Eggler berichtete, was baulich vorgesehen ist. Beim Neubau wird im Keller die vorgefundene Kontur des Gebäudes Strombergstraße 21 aufgenommen. Aus dem Flur des benachbarten Gebäudes Strombergstraße 23 heraus wird ein neuer Zugang geschaffen. Insgesamt stehen auf dieser Ebene 36,5 Quadratmeter als Nutzfläche zur Verfügung. Im Erdgeschoss soll der Seminarraum mit 34 Quadratmetern geschaffen werden. Um vom Haupteingang in den Raum zu gelangen, wird in der bestehenden hofseitigen Wand ein Zugang geschaffen. Außerdem entstehen ein barrierefreies WC und eine Garderobe. Auf der Giebelseite wird eine offene Stahltreppe gebaut, so dass die Gäste Zugang zu den zwei Einzelzimmern im Obergeschoss haben. Weitere zwei Zimmer entstehen im Dachgeschoss.

Kreisrätin Dorothea Bechtle-Rüster (SPD) fand den Entwurf „sehr gelungen und modern“. Sie empfand den zusätzlichen Seminarraum als sehr wichtig, denn somit könne auch die VHS den Raum nutzen und man könnte Menschen einladen, die unter anderen Umstände nicht dort hingelangen würden.

Allerdings äußerte sie sich Reiner Theurer (Grüne) kritisch gegenüber der offenen Treppe und die Sicherheit der Gäste. Dort könnten sich nämlich seiner Meinung nach Außenstehende aufhalten und die Gäste stören. Das bestritt Carmen Dötterer (FDP), da Freundental „eine eher ruhige Gemeinde ist“. Ihr Anliegen war, dass die Treppe aus robusten Materialien gebaut wird, da sie „auf der Wetterseite liegt“.

Es werden insgesamt 142 Quadratmeter Nutzfläche inklusive Keller geschaffen.  Die Möglichkeit den Innenhof als Spielort zu nutzen, bleibt erhalten. Ein weiterer Vorteil: Auch Vereine können den Raum im Erdgeschoss des neuen Gebäudes nutzen. Kreisrat Julian Göttlicher (FW) äußerte sich positiv und sagte, der Neubau sei „wertvoll und wichtig“.

Zu den Kosten: 35 000 Euro sind als Planungsrate eingestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 550 000 Euro. Von der Wüstenrot-Stiftung gibt es 50 000 Euro. Im Frühjahr 2019 soll mit dem Bau begonnen werden.

Die Freude des Vorsitzenden  des PKC, Herbert Pötzsch (Kreisrat und ehemaliger Marbacher Bürgermeister), war nicht zu übersehen. „Ich bedanke mich für die Beschlussfassung“, sagte er zum Abschluss. Dann bezog er sich auf die Ziele des KFC. Das Hauptziel ist, „das jüdische Leben zu bewahren“, die Beziehung zu Israel zu pflegen aber auch die internationale Völkerverständigung zu fördern. Um das alles zu erreichen und den Lernenden zu vermitteln, „braucht man Raum und Übernachtungsmöglichkeiten“, sagte er.

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