Die Straße verbindet die Kirchheimer Straße mit dem Gewerbegebiet Lauffener Feld, und sie ist wichtig für die Betriebe, die dort existieren. Doch gerade die kurvenreiche Anbindung am Rewe-Markt an der Kirchheimer Straße macht den Planern zu schaffen und könnte die Sanierung nach Kostenschätzungen nun teurer machen.

Volker Martin vom Ingenieurbüro Ippich erläuterte die Ergebnisse der Untersuchung, die in den letzten Monaten stattfand. Das größte Problem seien Oberflächenschäden in dem Bereich, die Straßenentwässerung sei nicht mehr gewährleistet. Die Randbegrenzungen seien mangelhaft und die Verkehrssicherheit für Radfahrer eingeschränkt. Das größte Problem aber ist, dass die Straße zu eng ist, wenn es zu Begegnungsverkehr in der Kurve Richtung Lauffener Feld kommt. Hier reiche die Fahrbahnbreite nicht aus, und ein weiterführender Gehweg vom Supermarkt nach Norden erfordere zusätzlichen Platz.

Probleme mit Leitungen und Teer

Untersucht wurden auch die Wasserleitungen, die hier parallel zur Kirchheimer Straße alle unter der Straße durch in den Hauptkanal führen. „Die Hausanschlüsse sind problematisch“, so Martin, der auf der Sitzung Kamerabilder der teils verfallenen Anschlüsse zeigte. Noch sei es kein Problem, irgendwann komme aber der Zeitpunkt, wo der Boden so verdichtet sei, das ein Versickern nicht  mehr funktioniere. Sie zu erneuern bedeute eine Vollsperrung der Kirchheimer Straße mit größerer Umleitung. Die andere Option: Ein neuer Hauptkanal in der Industriestraße, der dann in den der Kirchheimer Straße mündet.

Ein weiteres Problem ist der Teerwert des Asphalts und des Schotters, der maßgebliche Kosten mit sich bringt. Er muss teuer an Deponien entsorgt werden, und es braucht dafür ein Zwischenlager an der Baustelle. Die Stützmauer aus Naturstein an der Kirchheimer Straße ist zwar funktionstüchtig, doch es muss im Kurvenbereich steiler abgestützt werden, wenn dort ein Gehweg kommen soll.

Die Kosten kommen nun deutlich teurer als vermutet. Der Hauptkanal für das kurze Stück zur Kirchheimer Straße wird vom Büro auf rund 187 000 Euro geschätzt. Ein Vollausbau der Straße in diesem Bereich käme auf rund 340 000 Euro, ein Gehweg auf rund 132 000 Euro, die Verbreiterung des Kurvenbereichs auf 84 000 Euro. Ohne weitere Maßnahmen nur den Belag zu erneuern, würde rund 186 000 Euro kosten. Noch offen sind die Kosten für die Wasserversorgung. „Es ist klar, dass wir die Kanalisation so nicht lassen können“, so Frank Müller von der CDU-Fraktion, der sich wie Jürgen Carstens von den Grünen für einen Gehweg aussprach. In welcher Form die Umsetzung erfolgt, werden die Diskussionen im technischen Ausschuss und im Gemeinderat noch ergeben.